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Ver­ein(t) ge­schafft!

Bad Salzuflen, Herford und Vlotho sind LEADER-Region

Die Freude ist riesig: der Zusammenschluss der Kommunen Bad Salzuflen, Herford und Vlotho als „Verein(t) – regional.gesund.digital“ wurde als LEADER-Region für die neue Förderperiode ab 2023 bis 2027 anerkannt.

Das bedeutet 2,6 Mio. EUR zusätzliche Mittel für die ländlichen Ortsteile der Region. Davon allein 2,3 Mio. EU-Fördermittel. Die weiteren 300.000 EUR ist der Eigenanteil, den die Kommunen während der Laufzeit 2023 bis 2027 selbst aufbringen müssen und Anfang des Jahres durch die drei Stadträte beschlossen worden ist. Eine Ausfinanzierung der Projekte ist übrigens bis zum Jahr 2029 möglich.

„Jetzt stehen zusätzliche Mittel zur Verfügung, die wirklich in den Ortsteilen ankommen werden. Das ist eine echte Perspektive, um über Jahre unsere Dörfer weiterzuentwickeln und zusammen mit der Bevölkerung neue Strukturen aufzubauen,“ so Bad Salzuflens Bürgermeister Dirk Tolkemitt. „Als Bürgermeister habe ich schon viele Initiativen und Pläne in den Ortsteilen kennengelernt. Mit den LEADER-Mitteln können wir dieses lebendige Engagement von Vereinen und Aktiven für ihr Dorf solide unterstützen.“

Auch Tim Kähler, Bürgermeister der Hansestadt Herford ist froh über die Nachricht und ist sich sicher: „Das ist eine wirklich gute Nachricht, über die ich mich sehr freue. Die Fördermittel aus Brüssel können wir hier in Ostwestfalen-Lippe sinnvoll, nachhaltig und zielgerichtet einsetzen, um die Außenbezirke zu stärken. Unsere Region im Schulterschluss mit den vorhandenen Strukturen vor Ort, wie den kleinen Betrieben, Nahversorgern und der Zivilgesellschaft zukunftsfähig zu machen, ist eine wichtige und spannende Aufgabe“.

Der Bürgermeister von Vlotho Rocco Wilken ergänzt:  "Das ist ein wichtiges Signal für unsere Region und es ist sehr schön, dass sich die umfangreiche Arbeit gelohnt hat. Dadurch werden wir innovative Ideen der Bürger*innen umsetzen können. Vielen Dank an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben."

Jetzt geht es darum eine Satzung aufzustellen, den Verein für eine Lokale Aktionsgruppe (LAG) zu gründen, Mitstreiter für den LAG-Vorstand zu finden und auch die passenden Büroräume für ein Regionalmanagement vorzuhalten. Dieses wird ab 1.1.2023 mit 1,5 Stellen besetzt, um für die LEADER-Region zu arbeiten.

In der Zwischenzeit wird man im Laufe dieses Jahres nochmal mit den Vereinen und Akteuren vor Ort und Teilnehmern der Online-Workshops zusammenkommen. Dazu werden die drei Kommunen ab Spätsommer zu Info-Veranstaltungen einladen, bei denen Aktive in den Ortsvereinen sich dann über die möglichen Fördergelder informieren können, die sie im LEADER-Prozess selbst beantragen. Auch die im Winter erarbeitete Regionalentwicklungsstrategie zur LEADER-Bewerbung soll dann vorgestellt werden.

Ab jetzt geht es „Verein(t)“ weiter. Die LEADER-Region wird sich zukünftig für den Austausch zwischen Ortsteilen von Herford, Vlotho und Bad Salzuflen einsetzen – so können alle voneinander lernen, Gutes ausweiten und neue Ideen gemeinsam voranbringen.

Die Regionale Entwicklungsstrategie unserer Bewerber-Region Verein(t) können Sie hier einsehen:

Down­load

Regionale Entwicklungsstrategie - Verein(t)
als PDF (4.61 MB)
  • Foto nach Bewerbungsschluss an der Burg Vlotho: Die interkommunale Projektgruppe der Leader Bewerbung mit den Bürgermeistern und Mitarbeitern aus Bad Salzuflen, Herford und Vlotho. Foto: Stadt Vlotho

    Wir sind LEADER-Region!

Mit LEA­DER die Dör­fer nach vor­ne brin­gen

zu den Hintergründen der Bewerbung

Ein Bürgerbus, die Aufwertung der ehemaligen Schule zum Gemeinschaftsraum, eine Skate-Anlage oder der Gesundheitslotse, der im Ort bei allen Fragen zu Gesundheit und Pflege hilft und auch mal komplizierte Schreiben von Krankenkasse und Behörden übersetzt. Das alles sind Projekte, die mit EU-Fördermitteln aus dem Fördertopf von LEADER umgesetzt werden können. Von diesem Förderprogramm für den ländlichen Raum möchten Bad Salzuflen, Herford und Vlotho profitieren. Die drei Nachbar-Kommunen haben sich kreisübergreifend zusammengetan und erfolgreich für die Förderperiode von 2023 bis 2027 beworben.

Was trennt, ist mit der gemeinsamen Bewerbung zusammengewachsen. Alle stehen vor den gleichen Aufgaben. Der Demografische Wandel, Klimawandel oder Fachkräftemangel sind große Herausforderungen, die insbesondere ländliche Ortsteile betreffen. Um sich zu wappnen, um zu agieren und nicht nur zu reagieren, wollen die drei Städte jetzt gemeinsame Wege gehen und rücken dafür näher zusammen.

Es gibt vieles, was die drei Kommunen verbindet: die vielen ländlichen Ortsteile um einen historischen Stadtkern mit ähnlichen Herausforderungen, aber auch mit einer starken Vereinskultur. Sie eint eine ähnliche wirtschaftliche Ausgangslage mit Global Playern, innovativen Unternehmen aber auch drohendem Fachkräftemangel. Hinzu kommt ein starker Gesundheitssektor mit einem traditionsreichen Heilbad, den Kurbetrieben und vielen Reha-Kliniken. All diese Stärken in der Region sollen jetzt gebündelt werden. Es gilt miteinander und voneinander zu profitieren sowie aus den Erfahrungen des jeweils anderen zu lernen und gemeinsam besser zu werden. Die LEADER-Region heißt daher auch passend „Verein(t) – Regional.Gesund.Digital“. Die Fördermittel aus Brüssel werden hier in Ostwestfalen-Lippe sinnvoll, nachhaltig und zielgerichtet eingesetzt  - im Schulterschluss mit den vorhandenen Strukturen vor Ort, wie den kleinen Betrieben, Nahversorgern und der Zivilgesellschaft.

Die ersten Gespräche der drei Bürgermeister fanden im Herbst 2021 statt und da stellte sich schnell heraus, wir wollen und müssen uns ganz gezielt gemeinsam unsere ländlichen Ortsteile um die Kernstadt herum kümmern. Der Titel der Bewerberregion „Verein(t)-regional.gesund.digital“ ist aus den Bürgerbeteiligungsprozessen heraus entstanden und spiegelt die Gemeinsamkeiten und Stärken der Bewerberregion wieder.

Der Zeitraum von der ersten Idee bis zum fertigen Antrag der Bewerbung war mit vier Monaten knapp bemessen. Jedoch zeigte das rege Interesse an der Bürgerbeteiligung und am Jugendworkshop, dass die Entwicklung unserer ländlichen Region allen am Herzen liegt. So konnte auch in dieser knappen Zeit mit der begleitenden Agentur „Futour“ und den Ideen der Bürger*innen der drei Kommunen ein Antrag erstellt werden, der die konkreten Bedürfnisse und Potenziale unserer ländlichen Regionen aufzeigt. Insgesamt haben sich 180 Bürger*innen in den Workshops beteiligt und weitere 211 haben den Fragebogen ausgefüllt.

Kontakt

Porträt des Bad Salzufler Bürgermeisters Dirk Tolkemitt, © TimeCatcher
Stadt Bad Salzuflen
Rathaus
Rudolph-Brandes-Allee 19
32105 Bad Salzuflen
Herr Dirk Tolkemitt
Bürgermeister
1. OG | Raum 1.4
Franziska Hildebrand vom Stab Ehrenamt und Sport, © Stadt Bad Salzuflen
Stadt Bad Salzuflen | Stab Ehrenamt und Sport
Rathaus
Rudolph-Brandes-Allee 19
32105 Bad Salzuflen
Frau Franziska Hildebrand
UG | Raum KG 63

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