Gemeinsam gegen Algenbewuchs am großen Kurparksee in Bad Salzuflen (von links): Jan Feldmeier (Fachdienstleitung Umwelt, Stadt Bad Salzuflen) und Geschäftsführer Ulrich Kaminsky mit Gärtner Andreas Beerens (beide Umweltzentrum Heerser Mühle) bei der Wasserbepflanzung zur Stärkung der ökologischen Gewässerqualität. , © Stadt Bad Salzuflen

Na­tür­li­ches Ent­ge­gen­wir­ken

Wasserpflanzung am großen Kurparksee soll Algenwuchs stoppen

Das Wasser im großen Kurparksee ist sauber. Eigentlich könnte man meinen, dass sauberes Wasser erfreulich ist. Jedoch gilt das auch für die Algen, da aufgrund des klaren Wassers das Sonnenlicht ungefiltert ins Gewässer dringt und dadurch deren Bewuchs fördert. Dennoch kann das biologische Gleichgewicht in einem Gewässer mit Wasserpflanzen stabilisiert werden., sodass im großen Kurparksee an ausgewählten Stellen entsprechende Bepflanzungen eingesetzt werden. Die Maßnahme, die im Auftrag der Verwaltung erfolgt, wird aktuell durch das Umweltzentrum Heerser Mühle umgesetzt. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dem zunehmenden Algenbewuchs auf natürliche Weise entgegenzuwirken und gleichzeitig die ökologische Qualität des Gewässers zu stärken“, erklärt Jan Feldmeier, Fachdienstleiter Umwelt der Stadt Bad Salzuflen.

Lebensräume für Kleintiere & vielfältigere Gewässerökologie
Nach dem Einsetzen der Wasserpflanzen in den Kurparksee können diese im Laufe ihres Entwicklungsstadiums dazu beitragen, den Nährstoffhaushalt im Gewässer langfristig zu beeinflussen und den Algenbewuchs zu reduzieren. Gleichzeitig bieten Wasserpflanzen Lebens- und Rückzugsräume für zahlreiche Kleintiere, die damit zu einer vielfältigeren Gewässerökologie beitragen. „Mit der Pflanzung setzen wir auf eine möglichst naturnahe Maßnahme, die sowohl der Gewässerökologie als auch dem Erscheinungsbild des Kurparksees zugutekommt“, sagt Feldmeier weiter. „Die Entwicklung der Pflanzenbestände und des Algenbewuchses werden wir beobachten, um die zukünftige Wirksamkeit beurteilen zu können.“

Natürlicher Beitrag zur naturnahen Gewässerentwicklung
Die Anpflanzung erfolge bewusst nicht flächendeckend, sondern an ausgewählten Standorten mit geeigneten Bedingungen für die Pflanzenentwicklung“, erläutert Ulrich Kaminsky, Geschäftsführer Umweltzentrum Heerser Mühle. „Bei der Auswahl der Setzorte und der eingesetzten Bepflanzung berücksichtigen wir die natürlichen Bedingungen des Kurparksees“, ergänzt Umweltbildner Kaminsky, denn die Pflanzen sollen sich möglichst gut etablieren und sich zu einem stabilen Bestand entwickeln. „Damit schaffen wir nicht nur Konkurrenz für Algen, sondern fördern gleichzeitig Lebensräume für etliche Wasserorganismen und leisten einen Beitrag zu einer naturnahen Entwicklung des Gewässers.“