
Brunnenhaus der Paulinenquelle
SalzhofBeschreibung
Mitten auf dem Salzhof liegt die älteste genutzte Solequelle der Stadt. Bereits im 11. Jahrhundert wurde nachweislich durch das Sieden des Quellwassers Salz im heutigen Stadtgebiet gewonnen. In der ältesten Erwähnung des „locum salis in uflon“ wird die Quelle auf dem Salzhof indirekt durch das Salzwerk benannt.
1802 wurde die Quelle mit einer Finanzierung durch die Fürstin Pauline zur Lippe (1769-1820) neu erschlossen – zu jener Zeit die einzige erschlossene Sole- bzw. Heilquelle im Stadtgebiet. Das Heilbad Salzuflen gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, jedoch war die Bohrung zur Sicherung der Sole für die Salzgewinnung sehr wichtig. Das Bohrloch reicht 63 Meter tief in die Erde.
Das runde Brunnenhaus von 1934 über der Paulinenquelle wurde von dem Salzufler Architekten Rudolf Günther (1880–1941) entworfen. Das Gebäude ist etwa 2 m hoch und mit einem leicht geneigten Kupferdach mit zentraler Hutze zur Entlüftung gestaltet worden. Die umlaufenden Reliefs aus Muschelkalk stammen von dem Salzufler Holz- und Steinbildhauer Gustav Reitner (1898–1985) und zeigen verschiedene Darstellungen aus der Geschichte der Salzgewinnung. Daneben ist mittig die Steele mit der Inschrift „Paulinen Quelle 1802-1934“ angeordnet.
Geöffnet:
- 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Ansprechperson:
- Michael Niehöster