Bürstenfabrik „Hermann Katz & Co.“, Fabrikgebäude (1938), © Stadt Bad Salzuflen

Un­ter dem Ha­ken­kreuz

Auswirkung und Judenverfolgung in Bad Salzuflen

In Bad Salzuflen entstand 1926 eine der ersten NSDAP-Ortsgruppen in Lippe. Die Partei errang bei der letzten freien Reichstagswahl vom 5. März.1933 in Bad Salzuflen und Schötmar 47,6 Prozent der Stimmen. Nach der Machtübernahme kam es zu zahlreichen Übergriffen durch SA- und SS-Leute gegen Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschaftler und die Arbeitersportvereine. Parteien, Vereine und Verbände wurden aufgelöst oder gleichgeschaltet.

Die Ausgrenzung und Verfolgung der Juden begann im Alltag, etwa mit dem Verbot, das städtische Freibad aufzusuchen. In der Reichspogromnacht des 10. November 1938 wurden die Synagogen in Bad Salzuflen und Schötmar erheblich zerstört, in Bad Salzuflen musste sie Tage später abgebrochen werden. Ebenfalls wurden zahlreiche jüdische Geschäfte und Privatwohnungen Opfer des Nazi-Mobs. 13 von 14 noch bestehenden jüdischen Gewerbebetriebe wurden Ende 1938 geschlossen, als letztes Unternehmen fiel die Bürstenfabrik „Hermann Katz & Co.“ in Schötmar 1939 der „Arisierung“ zum Opfer.

Am Ende stand für die jüdischen Bürger*innen Flucht, sofern die nötigen Geldmittel zur Verfügung standen, oder die völlige Entrechtung bis zur Deportation in Arbeits- oder Vernichtungslager, die die meisten ihr Leben kostete.

Stolpersteine in der Schloßstraße 16 in Bad Salzuflen. , © Stadt Bad Salzuflen

Stol­per­stei­ne in Bad Salz­uflen Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen kleinen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die während des Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

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