
NRW-Kur- und Bädertag 2026 in Bad Salzuflen
Zukunft der Heilbäder im FokusBad Salzuflen (20.05.2026)
Der Nordrhein-Westfälische Kur- und Bädertag 2026 hat am 12. und 13. Mai zahlreiche Fachleute, Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Brancheninteressierte nach Bad Salzuflen geführt. Der NRW-Heilbäderverband e.V. hatte zu den zwei wichtigsten Terminen im Jahreskalender eingeladen und bot im umfassend renovierten Bad Salzufler Kurhaus einen modernen Rahmen für Austausch und Diskussion.
Den Auftakt bildete am Nachmittag des 12. Mai die Mitgliederversammlung des NRW-Heilbäderverbandes. Im Mittelpunkt standen die Vorstandswahlen. Parallel dazu nutzten einige Teilnehmende die Gelegenheit, bei einer historischen Stadtführung die traditionsreiche Geschichte Bad Salzuflens kennenzulernen.
Am NRW-Kur- und Bädertag am folgenden Tag nahmen etwa 80 Experten aus ganz Deutschland teil. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Branche. Matthias Heidmeier, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, beleuchtete die Bedeutung der Kurorte in einer modernen Gesundheitspolitik. Ralf Hammacher, Fachbereichsleitung Tourismus, Gesundheit und Kultur der Stadt Bad Salzuflen, stellte die Entwicklung Bad Salzuflens vom historischen Solebad zu einem modernen Tourismus- und Gesundheitsstandort dar. Weitere Fachvorträge lieferten wichtige Impulse zu wirtschaftlichen und strategischen Fragestellungen. Detlef Jarosch ging auf den Wirtschaftsfaktor Gesundheitstourismus ein und zeigte auf, wie moderne Gesundheits- und Wellnessangebote die Wertschöpfung durch Tages- und Übernachtungsgäste steigern können. In einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Praxis über den „Masterplan für Heilbäder und Kurorte in NRW“ und tauschten sich über Visionen, Herausforderungen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten aus.
Am Nachmittag standen Zukunftsthemen wie Resilienz und Nachhaltigkeit im Fokus. Dr. Heike Döll-König, Geschäftsführerin von Tourismus NRW e.V., sprach über Resilienz als strategisches Ziel für Heilbäder, Regionen und den Tourismus in Nordrhein-Westfalen. Albert Rinn erläuterte die Anforderungen an klimaneutrale Kurorte und zeigte Strategien für eine nachhaltige Transformation auf, die zugleich wirtschaftliche Chancen eröffnet. Neben dem fachlichen Programm bot der NRW-Kur- und Bädertag zahlreiche Gelegenheiten zum persönlichen Austausch. Formate wie Atmen am Gradierwerk und ein Kneipp-Spaziergang wurden von den Teilnehmenden genutzt, um auch den Blick in die Praxis zu werfen.
Der Vorsitzende des Heilbäderverbandes, Malte Dahlhoff, zog ein positives Fazit der Veranstaltung. Der Kur- und Bädertag habe erneut gezeigt, wie wichtig der Austausch innerhalb der Branche sei. Es sei gelungen, innovative Strategien für die Zukunft der Heilbäder und Kurorte zu identifizieren und diese mit der Politik zum Nutzen der 113 Prädikatsorte in NRW zu diskutieren. „Wir waren sehr gerne Gastgeber des NRW-Kur- und Bädertag 2026 im neu sanierten Kurhaus und freuen uns, dass wir auf dieser zentralen Plattform für das Kur- und Bäderwesen die Entwicklung und Perspektiven des Gesundheitsstandortes Bad Salzuflen aufzeigen konnten“, ergänzte Bürgermeister Dirk Tolkemitt.