Ein Gullideckel, © pixabay

Ka­nal­un­ter­su­chun­gen im Orts­teil Lock­hau­sen und der Orts­durch­fahrt Wüs­ten

Beginn ab kommenden Montag

Aufgrund der „Selbstüberwachungsverordnung Abwasser“ (SüwVO-Abwasser) aus dem Jahr 2013 sind alle Kommunen verpflichtet, in regelmäßigen Abständen ihre Abwassernetze hinsichtlich möglicher Schäden untersuchen zu lassen. Infolgedessen hat die Stadt Bad Salzuflen das Unternehmen Kuhfuß Kanalservice GmbH & Co.KG in diesem Jahr beauftragt, von August bis etwa Ende Dezember die Schächte und Kanäle im Ortsteil Lockhausen sowie die Ortsdurchfahrt Wüsten zu inspizieren. „Genauere Termine werden rechtzeitig durch Handzettel von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des mit der Reinigung der Hauptkanäle beauftragten Unternehmens bekanntgegeben“, sagt Ralph Schilling vom städtischen Fachdienst Tiefbau.

Für eine optimale und aussagekräftige Erfassung und Dokumentation des baulichen Zustandes „ist eine vorab durchgeführte, gründliche Reinigung der zu untersuchenden Kanäle zwingend erforderlich“, erklärt Ralph Schilling, da „nur so Muffenversätze, Haarrisse oder Ansätze zu Scherbenbildungen oder Rohrbrüchen zweifelfrei identifiziert werden können.“ Die anschließende Untersuchung der Kanäle erfolgt mit einer selbstfahrenden Farbkamera. Ferngesteuert und mit einer hoch auflösenden Optik ausgestattet, lässt dieser Miniroboter selbst geringste Schäden sichtbar werden. Betreut und begleitet werden diese Arbeiten von Mitarbeiter*innen der Stadt Bad Salzuflen - der planmäßige Beginn der Tätigkeiten ist für kommenden Montag (07. August 2023) vorgesehen.

Des Weiteren verweist Ralph Schilling darauf, dass bei den Hochdruckreinigungsarbeiten in den Hauptkanälen unter bestimmten Voraussetzungen ein Überdruck im Kanal entstehen könne, der gelegentlich über die Hausanschlussleitungen entweichen und dann - in seltenen Einzelfällen - zu Beeinträchtigungen bei den Anliegern führen könne. Das ist beispielsweise der Fall, wenn weder funktionierende Rückstauklappen noch zum Dach führende Entlüftungsleitungen oder Kontrollschächte mit Lüftungsöffnungen im Deckel vorhanden sind.

Tipps zur Vermeidung von herausdrückenden Schmutzstoffen

Erfüllt eine Hausentwässerungsanlage nicht die zuvor beschriebenen und der Entwässerungssatzung der Stadt bzw. den einschlägigen DIN-Normen entsprechenden Voraussetzungen, was bei älteren Gebäuden durchaus der Fall sein kann, besteht die Möglichkeit, dass das in den Geruchverschlüssen vorhandene Schmutzwasser durch den vom Kanal kommenden Luftstrom herausgedrückt wird. „Es ist an den Tagen ratsam, für die Kanalreinigungsarbeiten in der Straße angekündigt werden, über sämtliche Abläufe wie Wasch- und Spülbecken und Bodenabläufe im Keller feuchte Lappen zu legen und diese so zu beschweren, dass ein Austreten der Schmutzstoffe verhindert wird“, empfiehlt Schilling. Bei Toiletten sollte in ähnlicher Weise verfahren werden, sodass beispielsweise der Deckel mit einer Getränkekiste zu beschweren ist.

Um einen unterbrechungsfreien Ablauf zu gewährleisten, wird für den gesamten Zeitraum der Arbeiten gebeten, sämtliche Schächte im Straßenraum und - während der Phase der Leitungsuntersuchungen (nur Ortsdurchfahrt Wüsten) - außerdem Hausanschlussschächte und Gullys freizuhalten und nicht unmittelbar darüber zu parken. „Die Zugänglichkeit muss unbedingt gewährleistet sein“, betont Ralph Schilling. Verdeckte Kontrollschächte auf den Grundstücken sollten möglichst vorher von den Grundstückseigentümern freigelegt werden, sodass dem Inspektionsunternehmen ein ungehinderter Zugang ermöglicht wird.

 

Artikel vom 1. August 2023