Erster Hörtag, © Stadt Bad Salzuflen

Ers­ter Hör­tag

In Bad Salzuflen am 04. November

Unser Gehör ist rund um die Uhr im Einsatz: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Es dient der Orientierung, warnt vor Gefahren und ist die Grundlage für zwischenmenschliche Kommunikation. „Immer und überall gut zu hören, ist für unser Leben essenziell“, erklärt Dr. Sascha Roder. Der Postdoktorand ist bei der Stadt Bad Salzuflen im Stab Strategie, Innovation und Digitalisierung tätig und beschäftigt sich mit der Teilhabe von Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung und den pädagogischen Möglichkeiten, die Barrieren, die bei der Sinneswahrnehmung von Tönen, Klängen oder Geräuschen bestehen, zu überwinden. „Jeder Mensch mit Hörproblemen kennt das Gefühl, alles zu hören, aber nichts zu verstehen“, so Dr. Roder weiter, da „das Verstehen von Sprache die wichtigste soziale Funktion unseres Hörsinnes ist.“ Doch was passiert, wenn unser Hörvermögen schwindet, und wenn selbst Hörgeräte keine ausreichende Hilfe sind?

Eine Antwort auf diese Frage bietet der „Erste Hörtag“ in Bad Salzuflen. Der von Dr. Sascha Roder initiierte Veranstaltungsformat wird am 04. November (Samstag) 2023, von 10 bis 16 Uhr, in der Wandelhalle (Parkstraße 24) im Kurpark, hörgeschädigten Personen, deren Angehörige sowie die breite Öffentlichkeit aufklären über das Thema „Hören“ sowie Therapieansätze bei Hörverlusten. „Die Kurstadt Bad Salzuflen besitzt eine herausragende medizinische Kompetenz“, betont Bürgermeister Dirk Tolkemitt. „In unserer fortschreitenden Entwicklung zum ‚Gesundheitscampus‘ bündeln wir den Bereich der Forschung mit vorhandenen Gesundheitsinstitution wie mit den Reha-Kliniken und Großprojekten wie das ‚Ärztehaus 4.0‘.“ So wird mit Salzuflens „Hörtag“ ein „weiterer Mehrwert geschaffen, der zugleich ein erster Baustein in unserem Gesundheitsnetzwerk ist“, so Tolkemitt, „um ein bedeutender Standort in der Gesundheitswirtschaft zu werden.“

Zahlreiche Aktionen und vielfältiges Programm

Auch Melanie Koring, Erste Beigeordnete und Kämmerin, würdigt den Stellenwert des neuen Forums als „wichtige Förderung zu nachhaltigem Gesundheitstourismus und wertvolle Ergänzung, die unterschiedlichen Bereiche unseres Gesundheitssystems zu vernetzen.“ Darum widmet sich der „Erste Hörtag“ Bad Salzuflens „den vielfältigen Facetten menschlicher Hörqualitäten“, erläutert Postdoktorand Roder. Wie beim Geräusche erraten im „Hörquiz“, beim Selbstbau von kleinen Instrumenten, dem variantenreichen Erleben von Musik bei ausgewählten „Tiny-Konzerten“ und beim Stand vom „Institut für Tinnitus Diagnostik und Therapie“ (kurz: IN-TI) für Burnout und Tinnitus-Bewältigung kann mit afrikanischen Trommeln aktiv musiziert werden.

Expert*innen und Spezialist*innen informieren

Doch was muss ich tun, wenn mein Gehör nachlässt und ich abends in geselliger Runde nicht mehr verstehen kann, was meine Sitznachbarn mir erzählen? Welche Unterschiede gibt es bei Hörgeräten und wann ist die Versorgung mit einem Cochlea-Implantat sinnvoll? Wie kann ich lernen mit meiner Schwerhörigkeit umzugehen und vor allem wer unterstützt mich, wenn ich das Gefühl habe mit meinem schlechten Hörverstehen nicht mehr zurecht zu kommen? Um auch hier Antworten zu erhalten, erwartet die Gäste an diesem Samstag die Möglichkeit, Kontakte zu den Hörexpert*innen, Spezialist*innen, aber auch mit Selbsthilfevertreter*innen zu knüpfen und ins Gespräch zu kommen.

Zwei Fachvorträge geben Therapieeinblicke

Überdies runden interessante und spannende Vorträge das Programmportfolio beim „Ersten Hörtag“ ab. Zum einleitenden Fachvortrag „Ich hab schon genug um die Ohren oder Dabeisein ist nicht immer alles“ wird Dr. Elmar Spyra referieren als Leitender HNO-Facharzt mit Schwerpunkt Hörstörungen, Tinnitus, Schwindel und Cochlea-Implantate (HTS) der „MEDIAN Klinik am Burggraben“ in Bad Salzuflen.

Des Weiteren werden das hiesige „Staatsbad Vitalzentrum“ und das „IN-TI“ einen Einblick in ihre therapeutischen Angebote geben. So wird Volker Stammer als Geschäftsführer der Staatsbad Salzuflen über „Das Staatsbad Vitalzentrum im Wandel“ berichten und Elke Loebnau als „IN-TI“-Geschäftsführerin Ansätze sowie Konzepte zur Tinnitus-Bewältigung aufführen.

Der „Marktplatz der Informationen“ präsentiert mehr als ein Dutzend Aussteller

Darüber hinaus stehen den Besucherinnen und Besuchern auf dem „Marktplatz der Informationen“ in der Wandelhalle eine Vielzahl an Expertinnen und Experten rund um das Hören in Praxis und Forschung zur Verfügung wie Hörakustik Hollmann, Sturm Hörgeräte, Regel Akustik, Selbsthilfegruppe HörTreff, Ergänzende unabhängige Teilhabe-Beratung Kreis Lippe, Seniorenbüro der Stadt Bad Salzuflen, MEDIAN Klinik mit dem Schwerpunkt der Rehabilitation von Cochlea-Implantaten, Hochschule Bielefeld / CareTech OWL, IN-TI - Institut für Tinnitus Diagnostik und Therapie für Burnout und Tinnitus-Bewältigung, Staatsbad Vitalzentrum mit den Schwerpunkten Kompaktkuren, Physiotherapie, Präventionsprogramm mit Gesundheits- und Fitnesskursen.

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Programm

10 bis 10.30 Uhr: Eröffnung & Begrüßung

  • Dirk Tolkemitt (Bürgermeister Stadt Bad Salzuflen)
  • Volker Stammer (Geschäftsführer Staatsbad Bad Salzuflen)
  • Prof. Dr. Thomas Altenhöner (Hochschule Bielefeld, Fachbereich Sozialwesen)

10.30 bis 11 Uhr: Erster Fachvortrag

Ich hab schon genug um die Ohren oder Dabeisein ist nicht immer alles

  •   Dr. Elmar Spyra (Leitender Arzt & Facharzt HNO-Heilkunde, MEDIAN Klinik)

11 bis 11.30 Uhr: Zweiter Fachvortrag

Tinnitus Bewältigung. Es funktioniert.

  • Elke Loebenau (Geschäftsführerin IN-TI)

Zur Veranstaltung

 

Artikel vom 26. Oktober 2023