Sta­ti­on 12 - Kur­gast­zen­trum | Bleich­stra­ße

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Das 1983 eröffnete Kurgastzentrum des Staatsbades, ein „hervorragendes Werk der modernen Architektur“, das von dem international renommierten Architekten Günther Benisch (Benisch & Partner in Stuttgart) entworfen wurde. Von Behnisch stammt auch der Entwurf für das Münchener Olympia-Stadion. Das Kurgastzentrum ist die zentrale Anlaufstelle für alle Gäste der Stadt. Hier befinden sich die Tourist Information und die Verwaltung der Staatsbad Salzuflen GmbH. Nachdem sich der Landesverband Lippe im Jahr 2003 von „seinem“ Bad verabschiedet hat, ist die Stadt Bad Salzuflen jetzt die alleinige Gesellschafterin der GmbH.

Im Jahre 1958, Bad Salzuflen stand hinsichtlich der Zahl der Kurgäste mittlerweile erstmals an der Spitze der deutschen Heilbäder, wurde auf der Bleiche die dritte Thermalquelle (Therme III) erschlossen. Mit ihrem Überbau, einer Schauglas-Kuppel, nimmt die Quelle symbolisch die Mitte des Kurgastzentrums ein; man erkennt dies vor allem an dem in konzentrischen Kreisen verlegten Pflaster.

Nach Nordosten hin wird der Platz durch das neue, im Sommer 2007 eingeweihte „ErlebnisGradierwerk“ begrenzt. Ein Besuch des begehbaren und mit einer Sole-Nebelkammer ausgestatteten „modernsten Gradierwerks in Europa“ kann nur wärmstens empfohlen werden. Von der Aussichtsplattform des ErlebnisGradierwerks blickt man in den bereits vor über einhundert Jahren angelegten Kurpark, der fast nahtlos in einen 120 Hektar großen Landschaftsgarten übergeht.

Im unteren, stadtnahen Bereich wird der Kurpark „eingerahmt“ vom historischen Kurhaus (erbaut 1899/1900) mit angeschlossenem Kur- und Stadttheater (1908), der 1100 Besucher fassenden Konzerthalle (eröffnet 1963, grundlegend saniert 2010) sowie der Wandelhalle (1961/62).

Die jüngeren Bauten am Ende der Bleichstraße rechts stehen auf ehemaligen PKW-Parkflächen. Zuvor befand sich in diesem Bereich der von der Salze gespeiste Mühlenteich. Zum Namen der Straße: Bleichen an Flüssen und Teichen hat es früher aller Orten gegeben, aber nicht überall hatten sie, wie in Salzuflen weniger mit der „großen Wäsche“ als mit der Leineweberei zu tun. Lang ist’s her, beides, auch hier in Bad Salzuflen.

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