AWO OWL Projekt, © Stadt Bad Salzuflen

In­no­va­ti­ves In­te­gra­ti­ons­pro­jekt

der AWO OWL

Ab Oktober startet die AWO OWL in Bad Salzuflen mit einem innovativen Integrationsprojekt. Die Maßnahme hat ihren Arbeitsschwerpunkt in Schötmar und Ehrsen-Breden. Sie richtet sich an rund neun Prozent der Kinder, Jugendlichen und Eltern in diesen Stadtteilen, die aus Südosteuropa zugewandert sind, vorwiegend aus Rumänien und Bulgarien. Durch Beratung, Begegnung, gezielte Förderangebote und Kooperation, besonders mit Kitas und Schulen, sollen Konflikte abgebaut, Bildungschancen verbessert und Lebensperspektiven eröffnet werden.

Für Thorsten Klute, den Vorstandsvorsitzenden des AWO-Bezirksverbands Ostwestfalen-Lippe, ist das Projekt überaus wichtig, damit sich vergangene Fehler in der Einwanderungspolitik nicht wiederholen, sondern echte Teilhabechancen eröffnet werden. Als Hintergrund des Projektes sieht er den enormen Stellenwert, den gelingende Integration für das Zusammenleben vor Ort hat. Auch der Stadtrat hat sich mehrfach mit dem Thema beschäftigt. Bürgermeister Dr. Thomas sieht es als essentiell an, sich um die Perspektiven der Kinder und Jugendlichen zu kümmern.

Kern des Projektes sind verschiedene Problemlagen, die in den genannten Stadtteilen identifiziert wurden. Zum einen wurden vor Ort Konflikte mit Eltern, Konflikte der Kinder untereinander, schulische Probleme und sozialräumliche Schwierigkeiten beobachtet. Zum anderen wurde eine Recherche durchgeführt, die als mögliche Hintergründe sowohl eine häufige Ausgrenzung bereits im Herkunftsland und erfahrungsbedingte Ängste gegenüber staatlichen Institutionen zeigte, als auch auf große Sprachbarrieren und Probleme etwa mit einem unsicheren Aufenthalts- und Sozialstatus hindeutete.

Das neue Projekt wird gemeinsam von Peter Buchmann und Monika Thiel von der AWO geleitet. Dabei möchten Sie einen erleichterten Zugang zu den Menschen schaffen. Grundlagen sind die muttersprachliche bzw. sprachsensible Ansprache, situationsangepasste Beratungsangebote, Förderangebote für Kinder und Jugendliche und eine sozialräumliche Vernetzung. Dabei wird auch auf den Einsatz sogenannter Laienhelfer*innen gesetzt: Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft und Sprache einen leichteren Zugang finden und mit der „Fremdheit“ brechen können. Sie werden im Rahmen des Projekts intensiv dabei begleitet, eine Vertrauensbasis aufzubauen, auf deren Basis Bildungschancen verbessert werden sollen. Aber auch Fortbildungen für Fachpersonal in den örtlichen Einrichtungen und in der Kommune sollen angeboten werden, um die biografische und soziale Situation der Zugewanderten bewusst zu machen. Peter Buchmann erklärt, dass die zugewanderten Menschen meist nachvollziehbare Gründe für ihr Verhalten haben und deren Anerkennung und Verständnis ein wichtiger Bestandteil des Prozesses sind. Laut ihm wird mit dem Modellprojekt in der Region Neuland betreten, daher wisse man noch nicht, wie sich die Arbeit vor Ort im Detail ausgestalten werde. Er rechne auch mit Rückschlägen, weil davon auszugehen sei, dass Institutionen erstmal nicht willkommen seien. Aber genau an diesem Punkt setze das Projekt ja an, so dass man sich einen größeren Erfolg erhoffe.

Für den Umsetzungszeitraum von drei Jahren hat die AWO OWL von der Aktion Mensch eine Fördersumme von rund 300.000 € erhalten. Einen Eigenanteil von rund 35.000 € im Rahmen des Projektes trägt die AWO selbst. Die Stadt kooperiert und begleitet das Projekt organisatorisch und fachlich und leistet im Umfang von rund 33.000 € eine finanzielle Unterstützung für Overheadleistungen des Trägers, die im Rahmen der Aktion Mensch nicht förderfähig sind. Die Fördermittel werden für die Deckung der entstehenden Kosten für Personal und Laienhelfer*innen, mögliche Honorarkräfte und Sachausstattung eingesetzt.


die Stadtverwaltung Bad Salzuflen hat aufgrund des Coronavirus zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr die persönlichen Kontakte zwischen städtischen Mitarbeitern und der Bevölkerung eingeschränkt.

Der Einlass in die städtischen Dienststellen ist ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Sie erreichen uns unter folgenden Rufnummern:

Telefonzentrale 05222 952-0
Sozialverwaltung 05222 952-488
Bürgerberatung 05222 952-444

Termine für die Bürgerberatung können Sie montags bis donnerstags von 8.30 – 17 Uhr und freitags von 8.30 – 12 Uhr vereinbaren.

Die Sonderöffnungszeiten für zuvor vereinbarte Termine sowie die Abholung von fertigen Ausweisdokumenten lauten:

Mo, Di und Mi 8 - 16 Uhr
Do 8 - 17 Uhr
Fr 8 - 12 Uhr



Ab Freitag, den 18. September 2020 ist Briefwahl auch direkt im Rathaus (Rudolph-Brandes-Allee 19) ohne Anmeldung möglich.

Da Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden müssen, kann es zu Wartezeiten kommen. Das Briefwahlbüro im Rathaus ist dann zu folgenden Zeiten geöffnet:
Montag bis Mittwoch  8.00 – 17.00 Uhr
Donnerstag                    8.00 – 17.30 Uhr
Freitag (18.09.2020)    8.00 – 12.00 Uhr
Freitag (25.09.2020)    8.00 – 18.00 Uhr