Lärmschutz


Allgemeines zur Lärmaktionsplanung

Umgebungslärm belastet die Bevölkerung unvermindert stark. Immer mehr Menschen werden durch Lärm gestört. Er beeinträchtigt die Lebensqualität und gefährdet die Gesundheit.

Hauptursache ist der Verkehr. Mit der Umgebungslärmrichtlinie der EU aus dem Jahr 2002 wurde die Grundlage zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm geschaffen, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen der Bevölkerung zu verhindern, zu mindern und ihnen vorzubeugen.

Die Umgebungslärmrichtlinie befasst sich mit den Geräuschquellen Straßenverkehr, Flugverkehr, Industrie- und Gewerbelärm (nur in Ballungsgebieten) sowie Lärm von Häfen für Binnen- oder Seeschifffahrt. Nicht zum Umgebungslärm zählen Nachbarschaftslärm, Lärm am Arbeitsplatz und in Verkehrsmitteln sowie Lärm von Militärgeländen.

Für die Lärmminderungsplanung stehen zwei Instrumente zur Verfügung:

  • die Ermittlung der Lärmbelastung durch strategische Lärmkarten und darauf aufbauend,
  • Lärmaktionspläne mit Maßnahmenkatalogen zur Vermeidung bzw. Verminderung von Lärmbelastungen.

Die EG-Umgebungslärmrichtlinie gibt einen verbindlichen Zeitplan vor, bis zu welchen Terminen Lärmkarten und Lärmaktionspläne ausgearbeitet werden sollen.

Die Umsetzung des Gesetzes erfolgt in mehreren Stufen:

Stufe 1

  • Ballungsräume mit mehr als 250.000 Einwohnern (z.B. Bielefeld)
  • Hauptverkehrsstraßen (Bundes- und Landesstraßen) mit mehr als 6 Millionen Fahrzeugen pro Jahr  (= 16.440 pro Tag)
  • Haupteisenbahnstrecken mit über 60.000 Zügen pro Jahr
  • Großflughäfen mit über 50.000 Bewegungen pro Jahr

Diese erste Stufe wurde im Jahr 2010 abgeschlossen. Die Ergebnisse der Lärmkartierung, eine Zusammenfassung der von den Bürgern gemachten Vorschläge sowie die Stellungnahmen der beteiligten Träger öffentlicher Belange finden Sie hier.

Stufe 2

  • Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern
  • Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 3 Millionen Fahrzeugen pro Jahr (= 8.219 pro Tag)
  • Haupteisenbahnstrecken mit über 30.000 Zügen pro Jahr
  • Großflughäfen

Die Lärmkartierung bildet die Grundlage für die anschließende Lärmaktionsplanung, zu der die Gemeinden für Bundes- und Landesstraßen mit einer Verkehrsbelastung von mehr als 8.219 Kraftfahrzeugen pro Tag gesetzlich verpflichtet sind. Auf der Grundlage der europäischen Umgebungslärmrichtlinie hat das Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen nun zum zweiten Mal eine flächendeckende Kartierung des Umgebungslärms im Stadtgebiet von Bad Salzuflen vorgenommen. Die Belastung der Bevölkerung durch den Straßenverkehrslärm der Bundes- und Landesstraßen wird in verschiedenen Karten dargestellt.

Die Stadt Bad Salzuflen hat die Stufe 2 der Lärmaktionsplanung abgeschlossen. Der Bericht über die Lärmaktionsplanung sowie die sieben Teilaktionspläne für die einzelnen betroffenen Straßenabschnitte finden Sie im Punkt „Lärmaktionsplanung in Bad Salzuflen“. 

Stufe 3

In Hinblick auf die Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie soll mit der Lärmkartierung der Stufe 3 eine weitere Beurteilung der Lärmsituation vor Ort erfolgen. Zu kartieren sind wiederum alle Hauptverkehrsstraßen (Landesstraßen, Bundestraßen, Autobahnen) mit einer Verkehrsmenge über 3 Mio. Kfz/Jahr (8.219 Kfz/Tag).

Die Stadt Bad Salzuflen befindet sich derzeit in der Stufe 3 der Lärmaktionsplanung.

Die Lärmkarten vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) liegen nunmehr vor und stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Nun ist die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Sie sind mit der Lage vor Ort am besten vertraut und können daher mit eigenen Bewertungen der Situation vielfach zu Lösungen beitragen und die Gegebenheiten vor Ort mitgestalten.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Verbände und Institutionen sind zwischen dem 20.02. und 20.03 2018 aufgefordert, sich an der Planung von Maßnahmen zur Verminderung der Lärmemissionen beziehungsweise zum Schutz ruhiger Gebiete vor einer Lärmzunahme zu beteiligen. Die Anregungen werden von der Verwaltung geprüft und gehen gegebenenfalls nach Ende der Beteiligungsfrist in den Entwurf eines Lärmaktionsplans ein. Im Rahmen der Beteiligung werden die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger dann an die zuständigen Stellen, z.B. den Straßenbaulastträger sowie an die Straßenverkehrsbehörden weitergegeben.

Die Ergebnisse der Lärmkartierung (Lärmkarten und Tabellen) der 3. Stufe finden Sie hier und im interaktiven Umgebungslärmportal des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV).

Zur besseren Beurteilung, ob Ihr Haus konkret betroffen ist, empfehlen sich die hochauflösenden Luftbilder des Umgebungslärmportals.

Des Weiteren liegen die Lärmkarten in der Beteiligungsphase während der Öffnungszeiten im Verwaltungsgebäude der Stadt Bad Salzuflen, Rudolph-Brandes-Allee 14 (Ecke Hoffmannstraße), im Fachdienst Stadtplanung und Umwelt, 1. Obergeschoss (Eingangsbereich), öffentlich aus. Gerne können Sie Ihr Anliegen dann auch persönlich an Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter der Stadt Bad Salzuflen weitergeben.

Lärmkarten und Broschüren als PDF-Dateien zum Herunterladen:

Weitere Informationen rund um das Thema Lärm und die Lärmaktionsplanung finden Sie im Umgebungslärmportal.

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Lärmbelästigung

Nordrhein-Westfalen ist mit seinen 18 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Bundesland und auch eines der verkehrsreichsten. Durch die geografisch zentrale Lage im Herzen Europas fließen auf nordrhein-westfälischen Bundesautobahnen sowie Bundes- und Landesstraßen insgesamt ca. 20 % des gesamtdeutschen Straßenverkehrs.

Häufig durchziehen die Lärmeinflüsse den gesamten Lebensbereich und begleiten die Erholungssuchenden bis in ihre Freizeit. Andererseits sind die Freizeitaktivitäten und die hiermit verbundene Mobilität auch selbst Auslöser des Lärms.

Umfrageergebnisse zeigen, dass sich rund 20 Prozent der Bürgerinnen und Bürger durch Lärm erheblich gestört oder belästigt fühlen. Die Folgen von Lärmbelästigungen sind Stress und erhöhte gesundheitliche Störungen, wie beispielsweise Nervosität, Konzentrationsmangel bis hin zu Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Herz-Kreislauferkrankungen.

Die Belastung der Einwohner durch Verkehrslärm, der als besonders belästigend eingeschätzt wird, hat in den letzten Jahren trotz zahlreicher Maßnahmen zur Lärmreduzierung teilweise zugenommen. Dieser Entwicklung will die Europäische Union mit der Umgebungslärmrichtlinie entgegenwirken.

Einen Überblick über die Entwicklung von Belästigungen durch unterschiedliche Lärmquellen wie Straßenverkehr, Flugzeuge, Gewerbe, Baustellen oder Freizeitanlagen im Wohnumfeld liefert die seit 2002 kontinuierlich laufende Online-Lärmumfrage des Umweltbundesamtes.

Informationen zum Thema "Straßenlärm" finden Sie unter: www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm.

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Gesetzlicher Auftrag

Mit der Richtlinie 2002/49/EG vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (Umgebungslärmrichtlinie) hat die Europäische Gemeinschaft ein Konzept vorgegeben, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern, zu mindern und ihnen vorzubeugen. Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, den Umgebungslärm entlang der Hauptverkehrswege und in den Ballungsräumen zu kartieren.

Die wesentlichen Aufgaben nach der Umgebungslärmrichtlinie sind:

  • Ermittlung der Belastung durch Umgebungslärm anhand von Lärmkarten nach für die Mitgliedstaaten gemeinsamen Bewertungsmethoden
  • Aufstellung von Lärmaktionsplänen mit dem Ziel, den Umgebungslärm, soweit erforderlich, zu verhindern und zu mindern sowie eine zufriedenstellende Umweltqualität zu erhalten
  • Information der Öffentlichkeit über Umgebungslärm und seine Auswirkungen sowie die Mitwirkung der Öffentlichkeit bei der Aktionsplanung
  • Schutz ruhiger Gebiete

Am 16. Juni 2005 hat der Bundestag das Gesetz zur Umsetzung der EG-Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm verabschiedet und damit die EU-Richtlinie in deutsches Recht überführt. Die Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie in deutsches Recht erfolgte mit den §§ 47 a-f Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) durch die Verordnung über die Lärmkartierung (34.BImSchV).

Lärmaktionspläne, mit denen Lärmprobleme und Lärmauswirkungen geregelt werden, sind nach einem Stufenkonzept aufzustellen.

In der 1. Stufe sind

  • Ballungsräume mit mehr als 250.000 Einwohner und einer Einwohnerdichte von mehr als 1000 Einwohner / Quadratkilometer (in NRW: Aachen, Bochum, Bonn, Bielefeld, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Mönchengladbach, Wuppertal)
  • Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 6 Millionen Kfz pro Jahr
  • Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 60.000 Zügen pro Jahr
  • Großflughäfen mit mehr als 50.000 Bewegungen pro Jahr

zu untersuchen.

In der 2. Stufe sind

  • Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohner
  • Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 3 Millionen Kfz pro Jahr
  • Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 30.000 Zügen pro Jahr
  • Großflughäfen

zu untersuchen.

In der 3. Stufe sind ebenfalls

  • Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohner
  • Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 3 Millionen Kfz pro Jahr
  • Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 30.000 Zügen pro Jahr
  • Großflughäfen

zu untersuchen.

Lärmkarten und Lärmaktionspläne werden alle 5 Jahre überprüft und bei Bedarf überarbeitet – Aktionspläne außerdem auch bei bedeutsamen Entwicklungen für die Lärmsituation. Die nächste Stufe der Lärmaktionsplanung ist für 2022/2023 vorgesehen.

Die Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie erfolgt in NRW federführend durch das Umweltministerium NRW in enger Abstimmung mit dem Verkehrsministerium NRW. Die Städte und Gemeinden sind in Nordrhein-Westfalen für die Lärmkartierung sowie die Lärmaktionsplanung zuständig. Sie werden bei der Berechnung der Lärmkarten durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV NRW) unterstützt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nur die Hauptverkehrsstraßen (Autobahnen, Bundesstraßen, Landesstraßen) vom LANUV kartiert werden. Gemeindestraßen mit einem entsprechenden Verkehrsaufkommen werden hierbei nicht berücksichtigt.
Verantwortlich für die Umsetzung vieler im Lärmaktionsplan vorgesehener Maßnahmen sind jedoch die Straßenbaulastträger bzw. die Straßenverkehrsbehörden.

Ziel einer Lärmkartierung ist es, erhebliche Umgebungslärmeinwirkungen festzustellen, zu analysieren und, wenn möglich, zu mindern.

Lärmkarten

Lärmkarten stellen die Lärmbelastung der Bevölkerung u.a. grafisch und flächenhaft dar. Die Lärmbelastung wird über eine Lärmausbreitungsrechnung ermittelt, in die neben den Emissionsdaten der relevanten Quellen auch Daten über die Bebauung und andere Hindernisse sowie über das natürliche Gelände eingehen. Die zugrundegelegten Daten beziehen sich auf das Jahr 2006 (1. Stufe) bzw. 2011 (2. Stufe). Die aktuellen Daten der 3. Stufe wurden im Jahr 2015 erhoben.

Als Kenngrößen sind in den Karten des Umgebungslärms 2 Pegelarten wählbar:

  • LDEN   ist ein mittlerer Pegel über das ganze Jahr (Level Day, Evening, Night). Bei seiner Berechnung wird der Umgebungslärm in den Abendstunden und in den Nachstunden in erhöhtem Maße durch eine Erhöhung um 5 dB bzw. 10 dB berücksichtigt.
  • LNight  beschreibt im Jahresmittel den Umgebungslärm zur Nachtzeit (22 bis 6 Uhr)

Neben den farbigen Flächen, welche die Stärke des Umgebungslärms darstellen, wird in der 1. Stufe der Wert, bei dessen Überschreitung Lärmschutzmaßnahmen in Erwägung gezogen oder eingeführt werden, mit einer Linie gekennzeichnet. Dieser Wert beträgt für den LNight  60 dB(A) und für den LDEN 70 dB(A). Bei den Lärmkarten der 2. und 3. Stufe wurde auf diese Linie verzichtet.

Weitere Informationen zu diesem Themenbereich sowie die Lärmkarten der 3. Stufe finden Sie unter www.umgebungslaerm.nrw.de .

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Der Lärmaktionsplan

Die Erstellung eines Lärmaktionsplanes ist für alle Straßenabschnitte erforderlich, an denen Wohnungen, Schulen, Krankenhäuser oder andere schutzwürdige Gebäude tagsüber einem Geräuschpegel von 70 dB(A) und nachts von 60 dB(A) ausgesetzt sind. Dies gilt nicht für Gewerbe- und Industriegebiete sowie Gebiete nach § 34 Abs. 2 BauGB mit einer entsprechenden Eigenart.

Der Lärmaktionsplan ist ein strategisches Planwerk, um Ziele, Strategien und Maßnahmen zur Lärmminderung und zum Schutz ruhiger Gebiete zu formulieren. Die formalen Vorgaben für die Inhalte eines Aktionsplanes sind im Anhang V der Umgebungslärmrichtlinie vorgegeben.

Wesentliche Elemente sind:

  • Bewertung der Lärmsituation
  • Maßnahmenkatalog (enthält u.a. mögliche Lärmminderungsmaßnahmen)
  • Aussagen zu Kosten – Nutzen
  • Dokumentation der Mitwirkung der Öffentlichkeit
  • Bewertung der Durchführung und der Ergebnisse des Aktionsplanes

Durch Lärmaktionspläne sollen die Lärmprobleme und Lärmauswirkungen in den Gebieten, die sich bei der Kartierung als besonders belastet herausgestellt haben, geregelt und ruhige Gebiete vor der Zunahme von Lärm geschützt werden. Als „ruhige Gebiete“ kommen sowohl bebaute, z.B. Wohngebiete, als auch unbebaute Gebiete in Betracht.

Grundlage für den Lärmaktionsplan sind die Lärmkarten mit der Bestandsaufnahme der Lärmsituation an den Hauptverkehrswegen. Allerdings ergibt sich weder aus der Umgebungslärmkarte noch aus dem Lärmaktionsplan ein direkter Anspruch für lärmgeplagte Bürgerinnen und Bürger. Wer an einer lauten Straße wohnt, darf sich durch die Planung keine schnellen Wunder versprechen.

Nur innerhalb von Ballungsräumen tragen auch „sonstige Lärmquellen“ (sonstige Straßen und Schienenwege, Schienenwege von Straßenbahnen, sonstige Flughäfen sowie Industrie- und Gewerbegelände mit IVU-Anlagen (große Industrieanlagen mit Emissionen in Luft und Wasser)) maßgeblich zur Lärmbelästigung bei und sind zusätzlich zu berücksichtigen. In allen anderen Bereichen, so auch in Bad Salzuflen, sind nur Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken und Großflughäfen zu berücksichtigen.

Soweit Gemeinden im Rahmen ihrer kommunalen Planung weitergehende Kriterien verfolgen, können sie diese der Lärmaktionsplanung zugrunde legen.

Bei den in § 47 d Abs. 1 Nr. 1 genannten „Orten“ handelt es sich um das die genannten Hauptlärmquellen umgebende Gebiet. Planungen zum Schutz einzelner Objekte sind nicht erforderlich.

Ziel der Lärmaktionsplanung

Ziel der Lärmaktionsplanung ist die Verringerung der Gesamtlärmbelastung in dem betrachteten Gebiet. Die Festlegung von Maßnahmen sowie die Entscheidung über deren Reihenfolge, Ausmaß und zeitlichem Ablauf liegen im Ermessen der zuständigen Behörde. I.d.R. ist eine Prioritätensetzung hinsichtlich der Handlungsoptionen erforderlich. Als Kriterien der Prioritätensetzung kommen u.a. in Frage:

  • Ausmaß der Pegelüberschreitung
  • Schutzbedürftigkeit und Anzahl der betroffenen Personen
  • Gesamtlärmbelastung
  • technischer, zeitlicher und finanzieller Aufwand

Form und Inhalt des Lärmaktionsplanes

Anforderungen an Inhalt und Form der Lärmaktionspläne ergeben sich aus § 47 d Abs. 2 BImSchG in Verbindung mit Anhang V der EG-Umgebungslärmrichtlinie. Mit der Festlegung möglicher Maßnahmen und der Verabschiedung der Lärmaktionspläne entfalten diese eine verwaltungsinterne Bindungswirkung. Aus diesem Grund ist für die Festlegung von Maßnahmen im Lärmaktionsplan das Einvernehmen mit der für die Umsetzung zuständigen Behörde erforderlich.

Ein Lärmaktionsplan sollte aus dem Maßnahmenplan und den dazugehörigen Unterlagen, z.B. dem Protokoll der Öffentlichkeitsbeteiligung, bestehen.

Ablauf der Lärmaktionsplanung

1. Analyse der vorhandenen Lärmsituation

  • Lärmanalysen
  • Betroffenenanalysen
  • Ermittlung von Lärmproblemen und verbesserungsbedürftigen Situationen
  • Ermittlung ruhiger Gebiete
  • Analyse der Lärmquellen

2. Analyse vorhandener Planungen

  • Bauleitplanung
  • Verkehrsentwicklungsplanung
  • Luftreinhalteplanung
  • ...weitere Planungen

 3. Lärmaktionsplanung

  • Analyse vorhandener und geplanter Lärmschutzprogramme und –maßnahmen
  • Maßnahmenkonzepte und –strategien
  • Prioritätensetzung
  • Beteiligung der Träger öffentlicher Belange
  • Öffentlichkeitsarbeit

 4. Gesamtkonzept

  • Wirkungsanalysen, Kosten-Nutzen-Analyse
  • Zeitrahmen
  • Umsetzungsverantwortliche
  • Bewertung
  • Abwägung möglicher Maßnahmen

 5. Lärmaktionsplan

 6. Beschlussfassung

 7. Veröffentlichung und Berichterstattung

In kleinen Gemeinden oder bei Vorliegen einer einzelnen Lärmquelle entsteht ein deutlich geringerer Aufwand. Im Einzelfall kann die Lärmaktionsplanung bei keinen oder nur geringen Betroffenheiten mit der Bewertung der Lärmsituation abgeschlossen werden.

Bei der Entwicklung bzw. Umsetzung der Lärmaktionsplanung müssen viele unterschiedliche Kenntnisse und Interessen zusammengebracht werden. Dementsprechend vielfältig ist der Kreis derjenigen, die an der Aktionsplanung zu beteiligen sind (städtische Fachdienste, Straßenbaulastträger, Straßenverkehrsbehörde, Bürger/innen, Politik u.a.).

Öffentlichkeitsinformation und -beteiligung und Umsetzung

Die Öffentlichkeit wird frühzeitig über das Planungsvorhaben unterrichtet. Dazu gehört die Unterrichtung der Bevölkerung im Plangebiet z.B. durch die Presse, das Internet oder durch öffentliche Versammlungen oder auf sonstige geeignete Weise.

Die Gemeinde gibt der Öffentlichkeit die Möglichkeit, Vorschläge für den Lärmaktionsplan einzubringen und an der Ausarbeitung effektiv mitzuwirken. Das Gleiche gilt für die spätere Überprüfung und Überarbeitung der Lärmaktionspläne nach § 47 d Abs. 5 BImSchG.

Die Ergebnisse der Mitwirkung sind zu berücksichtigen, d.h. man muss sich inhaltlich mit den Anregungen auseinandersetzen. Die Anregungen müssen jedoch nicht zwingend in die Lärmaktionsplanung einfließen.

Umsetzung

Die Umsetzung der in den Lärmaktionsplänen enthaltenen Maßnahmen erfolgt nach Maßgabe der einschlägigen Rechtsvorschriften und Rechtsgrundlagen sowie im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Der Lärmaktionsplan enthält keine Grenzwerte, die verpflichtend einzuhalten wären. Auch können Bürger/innen aus Lärmaktionsplänen i.d.R. keine unmittelbaren Rechtsansprüche zur Durchsetzung der Maßnahmen ableiten.

Die Gemeinden, die den Lärmaktionsplan aufstellen, sind selbst häufig nicht für die Durchführung der Maßnahmen zuständig.

Sieht ein Lärmaktionsplan beispielsweise bauliche Maßnahmen an Straßen vor, ist der zuständige Straßenbaulastträger (verantwortlich für Bau und Unterhaltung der Straßen) bzw. die Straßenbaubehörde (behördliche Einrichtung des Straßenbaulastträgers) für die Durchführung der Maßnahmen verantwortlich. Für die Anordnung verkehrsrechtlicher Maßnahmen sind die Straßenverkehrsbehörden (Autobahnen – Bezirksregierung; alle anderen Straßen – Kreisordnungsbehörde) zuständig.

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Lärmaktionsplanung in Bad Salzuflen

Dem Aspekt des Lärmschutzes wird bei allen Planungen von Verkehrswegen sowie in der Bauleitplanung innerhalb der geltenden Anforderungen Rechnung getragen.

Ziel der Lärmaktionsplanung nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie ist es, die Gesamtlärmbelastung in einem betrachteten Gebiet zu verringern. Lärmprobleme im Sinne des Gesetzes liegen auf jeden Fall vor, wenn an Wohnungen, Schulen, Krankenhäusern oder anderen schutzwürdigen Gebäuden ein LDEN von 70 dB(A) oder ein LNight von 60 dB(A) erreicht oder überschritten wird.

Dies gilt nicht in:

  • Gewerbe- und Industriegebieten nach §§ 8 und 9 der BauNVO
  • Gebieten nach § 34 Abs. 2 BauGB mit einer entsprechenden Eigenart

Im Bereich der Stadt Bad Salzuflen ist nach der Umgebungslärmrichtlinie als Hauptlärmquelle nur der Straßenverkehrslärm zu nennen. Lärmbelastungen durch Flug- und Schienenverkehr im Sinne der Umgebungslärmrichtlinie sind im Stadtgebiet nicht vorhanden.

Die Lärmkartierung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hat sowohl in der 1. als auch in der 2. Stufe eine Überschreitung der Auslösewerte in verschiedenen Teilen des Bad Salzufler Stadtgebietes ergeben.

Stufe 1

Lärmaktionspläne, mit denen Lärmprobleme und Lärmauswirkungen geregelt werden, sind nach einem Stufenkonzept aufzustellen. In der 1. Stufe waren  Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 6 Millionen Kfz pro Jahr, Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 60.000 Zügen pro Jahr sowie Großflughäfen mit mehr als 50.000 Bewegungen pro Jahr zu untersuchen.

Ergebnisse der 1. Stufe der Lärmkartierung in Bad Salzuflen

Betroffene Straßenabschnitte (1. Stufe)

Bezeichnung

Name

Straßenabschnitt

Kfz/Jahr (Mill.)

BAB 2

Autobahn A 2

gesamter Streckenverlauf

30,3

B 239

Bundesstraße 239

Stadtgrenze Herford bis Alt-Holzhauser-Straße

7,7

L 712

Rudolph-Brandes-Allee und Bahnhofstraße

bis zur Kreuzung Werler Straße

 

9,1

L 712n

Ostwestfalenstraße

östlich der B 239 bis Stadtgrenze Lemgo

6,2

L 535

Walhallastraße und

Lockhauser Straße

von Kreuzung Beetstraße/Wasserfuhr

bis zur Kreuzung B 239

6,5

 

Zur Kennzeichnung der Einwirkung von Straßenverkehrslärm, der von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen mit mehr als 6 Millionen Kfz/Jahr ausgeht, wurde im Stadtgebiet von Bad Salzuflen rechnerisch ermittelt:

Gesamtfläche der lärmbelasteten Gebiete in der Gemeinde (1. Stufe):

LDEN/dB(A):

>55

>65

>75

Größe/km2

13,68

3,95

0,93

Geschätzte Gesamtzahl N der lärmbelasteten Wohnungen, Schulen und Krankenhäuser (1. Stufe):

LDEN/dB(A):

>55

>65

>75

N Wohnungen

1570

197

1

N Schulgebäude

4

0

0

N Krankenhausgebäude

0

0

0

Geschätzte Gesamtzahl N der Menschen, die in Gebäuden wohnen mit Schallpegeln an der Fassade von (1. Stufe).

LDEN/dB(A):

>55 .. ≤60

>60 .. ≤65

>65 .. ≤70

>70 .. ≤75

>75

N

2320

966

355

58

2

 

LNight/dB(A):

>50 .. ≤55

>55 .. ≤60

>60 .. ≤65

>65 .. ≤70

>70

N

1621

635

104

12

2

Lärmkarte für das Stadtgebiet Bad Salzuflen der Lärmbelastung LDEN über 24 Stunden (1. Stufe)

Laerm Lden Stufe 1

Lärmkarte für das Stadtgebiet Bad Salzuflen der nächtlichen Lärmbelastung LNight (1. Stufe)

Laermkarte Lnight Stufe 1

Die 1. Stufe der Lärmaktionsplanung ist im Jahr 2010 abgeschlossen worden. Eine Zusammenfassung der von den Bürgerinnen und Bürgern gemachten Vorschläge sowie die Stellungnahmen der beteiligten Träger öffentlicher Belange können hier eingesehen werden: Ergebnisse der Lärmaktionsplanung der 1. Stufe in Bad Salzuflen

Stufe 2

Nach Abschluss der ersten Stufe der Lärmaktionsplanung im Jahr 2010 folgt nun die 2. Stufe. Untersucht werden jetzt Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern, Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 3 Millionen Kfz pro Jahr (= 8.219 pro Tag), Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 30.000 Zügen pro Jahr sowie Großflughäfen.

Die Berechnung der Lärmkarten ist durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW erfolgt.

Durch die im Vergleich zur 1. Stufe von der EU festgelegte Halbierung der Fahrzeugzahlen, die in der 2. Stufe für die Erfassung zugrunde zu legen sind, sind zu den Hauptverkehrsstraßen, die bisher schon betroffen waren, weitere Straßen bzw. Straßenabschnitte hinzugekommen.

Ergebnisse der 2. Stufe der Lärmkartierung in Bad Salzuflen

Hauptlärmquelle ist gemäß der Umgebungslärmrichtlinie in Bad Salzuflen der Straßenverkehr. Schienen- und Flugverkehr spielen im Stadtgebiet keine Rolle. Industrie- und Gewerbelärm wird nur in den Ballungsräumen untersucht.

In der 2. Stufe sind folgende Straßenabschnitte betroffen:

BezeichnungNameStraßenabschnittKfz/Jahr
(Mio.)
BAB 2Autobahn 2gesamter Streckenverlauf26,438
B239Bundesstraße 239gesamter Streckenverlauf7,180
L712Lemgoer StraßeOstwestfalenstraße bis Ortseingang (Osterkamp)3,114
WasserfuhrHeldmannstraße bis Walhallastraße3,031
Rudolph-Brandes-Allee/BahnhofstraßeWalhallastraße bis Werler Straße

6,460

Herforder Str./Bahnhofstr.Werler Straße bis Stadtgrenze4,234
L712nOstwestfalenstraßeStadtgrenze Herford bis B239
Stadtgrenze Lemgo Bis B239
4,482
7,359
L751Oerlinghauser StraßeWülferstraße bis B2393,218
L772Werler StraßeB239 bis Ortseingang Salzuflen (Hindenburgstraße)3,500
Brüderstraße/Bismarckstraße/Extersche StraßeOrtseingang Salzuflen (Hindenburgstraße bis Flachsheide)3,272
L535Beetstraße/Wüstener Str. Walhallastr. bis Alte Vlothoer Str.5,406
WalhallastraßeBeetstr. bis Rudolph-Brandes-Allee5,053
Lockhauser StraßeRudolph-Brandes-Allee bis 2396,250

Zur Kennzeichnung der Einwirkung von Straßenverkehrslärm, der von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen mit mehr als 3 Millionen Kfz/Jahr ausgeht, wurden für das Stadtgebiet Bad Salzuflen folgende Werte errechnet:

Gesamtfläche der lärmbelasteten Gebiete in der Gemeinde (2. Stufe):

LDEN/dB(A):>55>65>75
Größe/km²18,2625445,2689451,123592
Anteil in %18,25,31,1

Geschätzte Gesamtzahl N der lärmbelasteten Wohnungen, Schulen und Krankenhäuser (2. Stufe):

LDEN>55>65>75
N Wohnungen 19843600
N Schulgebäude000
N Krankenhausgebäude000

Geschätzte Gesamtzahl N der Menschen, die in Gebäuden wohnen mit Schallpegeln an der Fassade von (2. Stufe).

LDEN/dB(A)>55 ..≤ 60>60 .. ≤65>65 .. ≤70>70 .. ≤75

>75

N271414686571020
Anteil in %5,02,71,20,20
LNight/dB(A):

>50 .. ≤55

>55 .. ≤60

>60 .. ≤65

>65 .. ≤70

>70
N203691315240
Anteil in %3,71,70,30,0070

Belastung in Bad Salzuflen in der 2. Stufe

Geschätzte Gesamtzahl der Menschen im Stadtgebiet von Bad Salzuflen, die in Gebäuden mit Schallpegeln des Straßenverkehrs oberhalb der Auslösewerte ( LDEN > 70 dB (A) und LNight  > 60 dB (A)) wohnen:

LDEN  :  102  Personen  (  60 Personen in der 1. Stufe)
LNight :  156  Personen  (118 Personen in der 1. Stufe)

Lärmkarte für das Stadtgebiet Bad Salzuflen der Lärmbelastung LDEN (gemittelt über 24 Stunden)
PDF-Download: Lärmkarte LDEN (2. Stufe)

Lärmkarte LDEN Stufe 2

Lärmkarte für das Stadtgebiet Bad Salzuflen der nächtlichen Lärmbelastung LNight  (gemittelt von 22 – 6 Uhr)
PDF-Download: Lärmkarte LNight (2.Stufe)

Lärmkarte Nacht 2.Stufe.jpg

Im Vergleich zur Stufe 1 der Lärmaktionsplanung sind durch die Reduzierung der Fahrzeugzahlen, die in der 2. Stufe für die Erfassung maßgeblich waren, zu den schon betroffenen Hauptverkehrsstraßen weitere Strecken hinzugekommen.

Für die in der 2. Stufe der Lärmkartierung betroffenen Straßen bzw. Straßenabschnitte wurden folgende sieben Teilaktionspläne erstellt, die u.a. eine Bewertung der Situation vor Ort, eine Zusammenfassung der eingegangenen Anregungen der Bürgerinnen und Bürger und der beteiligten Behörden (Straßenbaulastträger Straßen NRW und Straßenverkehrsbehörden) sowie Aussagen zu vorhandenen und geplanten Maßnahmen enthalten.

Teilaktionspläne als PDF-Datei zum Herunterladen:

Ein zusammenfassender Bericht über die Lärmaktionsplanung für die Stadt Bad Salzuflen kann ebenfalls als PDF-Datei heruntergeladen werden: 

Stufe 3

Nach Abschluss der ersten Stufe der Lärmaktionsplanung im Jahr 2010, folgte die 2. Stufe im Jahr 2013. In der nun aktiven dritten Stufe wurden erneut Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern, Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 3 Millionen Kfz pro Jahr (= 8.219 pro Tag), Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 30.000 Zügen pro Jahr sowie Großflughäfen untersucht.

Die Berechnung der Lärmkarten erfolgte durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV).

Im Vergleich zur 2. Stufe sind keine weiteren Straßen hinzugekommen. Lediglich einzelne Straßenabschnitte bereits erfasster Straßen sind neu erhoben worden. Des Weiteren hat sich die Verteilung der KFZ-Belastung pro Jahr an den einzelnen Straßenabschnitten geändert.

In den niedrigeren Belastungsbereichen (50 bis 65 dB (A)) ist ein leichter Rückgang der betroffenen Einwohnerzahl zu erkennen. Ab 70db(A) gab es keine bis sehr geringe Änderungen der Betroffenenzahlen. Geringfügig angestiegen ist die lärmbelastete Fläche in Bad Salzuflen.

Ergebnisse der 3. Stufe der Lärmkartierung in Bad Salzuflen

Hauptlärmquelle ist gemäß der Umgebungslärmrichtlinie in Bad Salzuflen der Straßenverkehr. Schienen- und Flugverkehr spielen im Stadtgebiet keine Rolle. Industrie- und Gewerbelärm wird nur in den Ballungsräumen untersucht.

In der 3. Stufe sind folgende Straßenabschnitte betroffen:

BezeichnungNameStraßenabschnittKFZ / Jahr (Mio.)
A2Bundesautobahn 2Richtung Dortmund bis Anschlussstelle Herford/Bad Salzuflen30,541
Bundesautobahn 2Ab Anschlussstelle Herford/Bad Salzuflen Richtung Hannover25,435
B239Am ZubringerGemeindegrenze bis Anschlussstelle Herford/Bad Salzuflen12,820
Am ZubringerAnschlussstelle Herford/Bad Salzuflen9,905
Am ZubringerAnschlussstelle Herford/Bad Salzuflen bis Kreuzung Meerbrede7,714
Am ZubringerKreuzung Meerbrede bis Kreuzung Biemser Straße8,048
Am ZubringerKreuzung Biemser Straße bis Kreuzung Lockhauser Straße6,612
Am ZubringerKreuzung Lockhauser Straße bis Kreuzung Ostwestfalenstraße6,802
HauptstraßeKreuzung Ostwestfalenstraße bis Kreuzung Max-Planck-Straße5,335
HauptstraßeKreuzung Max-Planck-Straße bis Gemeindegrenze4,706
L535Wüstener Straße/BeetstraßeOrtseingang Bad Salzuflen bis Kreuzung Walhallastraße5,798
WalhallastraßeKreuzung Walhallastraße bis Kreuzung Rudolph-Brandes-Allee4,899
Lockhauser StraßeKreuzung Rudolph-Brandes-Allee bis Kreuzung B2396,617
L712Herforder StraßeGemeindegrenze bis Abzweigung Herforder Straße/Bahnhofstraße3,833
BahnhofstraßeAbzweigung Herforder Straße/Bahnhofstraße bis Kreuzung Werler Straße3,000
Bahnhofstraße/Rudolph-Brandes-AlleeKreuzung Werler Straße bis Kreuzung Walhallastraße7,594
WasserfuhrKreuzung Wasserfuhr bis Kreuzung Heldmannstraße3,297
Lemgoer StraßeKreuzung Mittelstraße bis Kreuzung Ostwestfalenstraße3,064
L712nOstwestfalenstraßeGemeindegrenze bis Anschlussstelle Ostwestfalen/Lippe6,350
OstwestfalenstraßeAnschlussstelle Ostwestfalen/Lippe bis Kreuzung Leopoldshöher Straße5,322
OstwestfalenstraßeKreuzung Leopoldshöher Straße bis Kreuzung Bextener Straße4,718
OstwestfalenstraßeKreuzung Bextener Straße bis Kreuzung Oerlinghauser Straße4,378
OstwestfalenstraßeKreuzung Oerlinghauser Straße bis Kreuzung Hauptstraße6,293
OstwestfalenstraßeKreuzung Hauptstraße bis Kreuzung Liemer Straße7,086
OstwestfalenstraßeKreuzung Liemer Straße bis Kreuzung Sylbacher Straße8,016
OstwestfalenstraßeKreuzung Sylbacher Straße bis Gemeindegrenze8,092
L751Oerlinghauser StraßeKreuzung Am Zubringer bis Kreuzung Bielefelder Straße3,000
Oerlinghauser StraßeKreuzung Bielefelder Straße bis Kreuzung Wülferstraße3,335
L772Extersche Straße/Brüderstraße/Werler StraßeOrtseingang Bad Salzuflen bis Bahnübergang Werler Straße3,065
Extersche Straße/Brüderstraße/Werler StraßeBahnübergang Werler Straße bis Kreuzung B2394,533


Zur Kennzeichnung der Einwirkung von Straßenverkehrslärm, der von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen mit mehr als 3 Millionen Kfz/Jahr ausgeht, wurden für das Stadtgebiet Bad Salzuflen folgende Werte errechnet.

Geschätzte Gesamtzahl N der Menschen, die in Gebäuden wohnen mit Schallpegeln an der Fassade von:

Lden/dB(A):>55 ... ≤60>60 ... ≤65>65 ... ≤70>70 ... ≤75>75
N24711556679670
Anteil % an Gesamteinwohnerzahl4,42,81,20,10
Veränderung % zu 2013-0,60,10-0,10
Lnight/dB(A):>50 ... ≤55>55 ... ≤60>60 ... ≤65>65 ... ≤70>70
N203690113240
Anteil % an Gesamteinwohnerzahl3,61,60,20,0070
Veränderung % zu 2013-0,1-0,1-0,100

 Gesamtfläche der lärmbelasteten Gebiete in der Gemeinde:

Lden/db(A)>55>65>75
Größe/km²18,05,31,8
Anteil % an Gesamtfläche17,95,21,7
Veränderung % zu 2013-0,3-0,10,6

Geschätze Gesamtzahl N der lärmbelasteten Wohnungen, Schule und Krankenhäuser:

Lden/db(A)>55>65>75
N Wohnungen18733470
N Schulgebäude300
N Krankenhausgebäude000

Belastung in Bad Salzuflen in der 3. Stufe
Geschätzte Gesamtzahl der Menschen im Stadtgebiet von Bad Salzuflen, die in Gebäuden mit Schallpegeln des Straßenverkehrs oberhalb der Auslösewerte (LDEN > 70 dB (A) und LNight  > 60 dB (A)) wohnen:

LDEN  :     67  Personen  (102 Personen in der 2. Stufe)
LNight:  136  Personen  (156 Personen in der 2. Stufe)

Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass eine Beeinträchtigung der Gesundheit ab einem nächtlichen Lärmpegel von ≥ 55 dB(A) einsetzt. Im Stadtgebiet wohnen 1.069 Personen bzw. knapp 2 Prozent der Bevölkerung in den betroffenen Bereichen.

Zu viel Lärm (Schall) – in Dauer oder Stärke – kann zu Beeinträchtigung des Hörvermögens (bis zur Schwerhörigkeit), Ohrgeräuschen (Tinnitus), Nervosität und Reizbarkeit, Konzentrationsmangel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (durch Stress) führen.

Lärmkarte für das Stadtgebiet Bad Salzuflen der Lärmbelastung LDEN (gemittelt über 24 Stunden)
PDF-Download: Lärmkarte LDEN (3. Stufe)

Lärmkarte LDEN (3. Stufe)

Lärmkarte für das Stadtgebiet Bad Salzuflen der Lärmbelastung LDEN (gemittelt über 24 Stunden)
PDF-Download: Lärmkarte LNight (3. Stufe)

Lärmkarte LNight (3. Stufe)

Wenn Sie sich die Lärmkarten der 3. Stufe detaillierter ansehen möchten, als dies auf den auf dieser Seite eingestellten Lärmkarten möglich ist, klicken Sie hier.

Dort besteht die Möglichkeit durch Eingabe Ihrer Adresse eine hochauflösende Darstellung der Lärmbelastung an Ihrem Wohnort zu erhalten. Es kann zwischen Karte und Luftbild gewechselt werden. Weiterhin besteht u.a. die Möglichkeit, sich den 24-Stunden-Pegel (LDEN), den Nachtpegel (LNight) sowie die Schallquellen und Hindernisse anzeigen zu lassen.

Unter www.umgebungslaerm.nrw.de sind neben den Lärmkarten und den Gesetzen und Regelwerken auch ausführliche Informationen über die Umgebungslärmrichtlinie und die damit verbundenen Aufgaben zu finden.

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Lärmschutz (Lärmsanierung) an vorhandenen Straßen

In NRW gewährt der Straßenbaulastträger BRD für bestehende Bundesfernstraßen (Autobahnen und freie Strecke von Bundesstraßen) oder das Land NRW für seine Landesstraßen Lärmschutz (sog. Lärmsanierung) im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Die Lärmsanierung dient der Verminderung der Lärmbelastung an bestehenden Straßen, ohne dass eine bauliche Veränderung der Straße erfolgt ist. Es geht um die Bewältigung einer durch verkehrliche und bauliche Entwicklung „gewachsenen“ und „verfestigten“ Situation.

Die Regelungen zum Verfahrensablauf ergeben sich aus den Richtlinien für den Verkehrslärmschutz an Bundesfernstraßen in der Baulast des Bundes – VlärmSchR-97 i.V.m. den Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen – Ausgabe 1990 (RLS-90).

Voraussetzung für eine Lärmsanierung an bestehenden Straßen ist die Überschreitung der Immissionswerte, die für die jeweilige Gebietskategorie maßgeblich sind (z.B. Festsetzungen von Bebauungsplänen). Zur Einschätzung der Lärmsituation werden die Beurteilungspegel mit dem aktuellen Verkehrsaufkommen nach dem in den RLS-90 vorgeschriebenen Verfahren berechnet.

Kategorie

Bundesfernstraßen
Tag dB(A)


Nacht dB(A)
Landesstraßen
Tag cB(A)

Nacht dB(A)
Krankenhäuser, Schulen, Kur-, Altenheime, reine und allgemeine Wohngebiete, Kleinsiedlungsgebiete70607060
Kern-, Dorf- und Mischgebiete72627060
Gewerbegebiete75657060

Anhand der Ergebnisse der lärmtechnischen Berechnung wird eine Einschätzung der Lärmsituation unter Beachtung weiterer formaler Zuständigkeitsvoraussetzungen vorgenommen.

Die wesentlichen Kriterien sind:

  • Stärke der Lärmbelastung
  • Anzahl der Betroffenen
  • Art des Gebietes
  • Nutzung der betroffenen Flächen
  • Ausschluss-/Minderungsgründe

Schallschutzmaßnahmen

Lärmsanierung besteht in Maßnahmen an der Straße (aktiver Schallschutz) oder in Maßnahmen an Gebäuden (passiver Schallschutz).

Aktive Lärmschutzmaßnahmen sind z.B.

  • Wälle
  • Wände
  • Kombination aus Wall / Wand
  • lärmmindernde Fahrbahnoberflächen
  • Teil- und Vollabdeckungen, Einhausungen

Passive Lärmschutzmaßnahmen sind z.B.

  • bauliche Verbesserungen an Umfassungsbauteilen schutzbedürftiger Räume, z.B. Einbau von Schallschutzfenstern oder Lüftern

Aufwendungen für den passiven Lärmschutz können bis zu 75 % erstattet werden.

Die Bemessung des Umfangs der Lärmschutzmaßnahmen erfolgt auf der Grundlage der zukünftigen Verkehrsmenge (Prognose).

Jeder kann einen formlosen Antrag bzgl. der Überprüfung der Lärmsituation im Bereich seines Wohnhauses an die Straßenbauverwaltung richten.

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Begriffserklärungen zum Thema Lärm

Das Dezibel (A)

Das Dezibel (dB) ist eine nach dem Physiker Graham Bell benannte Maßeinheit für den Schall. Da die dB-Skala logarithmisch aufgebaut ist, entspricht die Zunahme/Abnahme des Schallpegels um 3 dB(A) immer einer Verdopplung/Halbierung der Schallintensität – oder zum Beipiel der Anzahl der vorbeifahrenden Autos.
Das menschliche Ohr reagiert auf niedrige Frequenzen - also auf tiefe Töne – weniger empfindlich als auf hohe. Die sog. A-Bewertung berücksichtigt diese Besonderheit. Die A-Bewertung bildet die Empfindlichkeitskurve des menschlichen Ohres im Bereich niedriger Lautstärken annähernd nach. Beurteilungspegel für Verkehrsgeräusche werden deshalb grundsätzlich in A-bewerteten Schalldruckpegeln angegeben. Ihre Einheit ist das Dezibel (A) beziehungsweise das dB(A).

Beurteilungspegel

Um festzustellen, ob von Geräuschen negative Wirkungen ausgehen, ist neben dem mittleren Schalldruckpegel – sogenannter Mittelungspegel – für eine bessere Beurteilung zum Beispiel die Dauer und Häufigkeit des Auftretens, Frequenzzusammensetzung und gegebenenfalls Auffälligkeit, Ortsüblichkeit sowie Art und Betriebsweise der Geräuschquelle zu erfassen.
Werte, die diese Geräuscheigenschaften berücksichtigen, werden Beurteilungspegel genannt.
Der Beurteilungspegel entspricht bei Straßenverkehrsgeräuschen dem Mittelungspegel, dem für Immissionsorte in der Nähe von lichtzeichengeregelten Kreuzungen noch ein Zuschlag für erhöhte Störwirkung hinzugefügt wird.
Für die Lärmkartierung wird der Beurteilungspegel ausgedrückt in LDEN und LNight.

Emission – Immission

Die Emission ist das von einer oder mehreren Schallquellen abgestrahlte Geräusch. Die Schallquelle befindet sich am Emissionsort. Der Schallpegel, der beispielsweise die Schallquelle „Straßenverkehr” beschreibt, heißt Emissionspegel.
Unter Immission wird das Einwirken des Schalls auf ein Gebiet oder einen Punkt des Gebiets verstanden. Die Immission ist das beim Empfänger, beispielsweise am menschlichen Ohr ankommende Geräusch. Den Standpunkt des Empfängers bezeichnet man als Immissionsort. Der Schallpegel am Immissionsort als sogenannter Ort des Betroffenen wird Immissionspegel genannt. Immissionspegel des Straßen- und Schienenverkehrs sind Beurteilungspegel.

Immissionsort

Der Immissionsort ist das Gebiet oder ein Punkt des Gebiets, auf den zum Beispiel der Schall einer Straße einwirkt. Er bezeichnet den Standpunkt des Lärmempfängers. Hiermit sind beispielsweise die eine Straße umgebende Bebauung oder die Anwohner gemeint.

LDEN

Mittellungspegel über 24 Stunden (Day, Evening, Night)
Mittlerer Schallpegel über das gesamte Jahr. Bei seiner Berechnung wird der Lärm in den Abend- und Nachtstunden in erhöhtem Maße durch eine Erhöhung um 5 dB bzw. 10 dB berücksichtigt. Die Mittelwertbildung erfolgt energetisch, so dass hohe Pegel den Mittelwert mehr bestimmen als niedrige Pegel.

LNight

Mittellungspegel nur für die Nacht (Zeitraum Nacht: 22.00 Uhr - 6-00 Uhr)
Mittlerer Schallpegel über die Nachtzeiten des gesamten Jahres. Die Mittelwertbildung erfolgt energetisch, so dass hohe Pegel den Mittelwert mehr bestimmen als niedrige Pegel.

Lärmkartierung

Die Beschreibung der Lärmbelastung von Gebieten, Stadtteilen oder Städten erfolgt häufig in Form von Lärmkartierungen (Lärmkarten). In diesen Karten sind je nach Zweck und Aufwand die nach einer Ausbreitungsberechnung ermittelten flächenhaften Lärmbelastungen dargestellt. Die Darstellung erfolgt meistens durch farbige Flächen, die von Linien des gleichen Beurteilungspegels begrenzt sind. Die Lärmkartierungen werden heute im Sprachgebrauch auch als Schallimmissionspläne oder Lärmkataster bezeichnet.

Lärmkarten

Für Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken, Großflughäfen und Ballungsräume müssen Lärmkarten erstellt werden, in denen die Lärmbelastung angegeben sind. Die Lärmkarten werden alle 5 Jahre überprüft und bei Bedarf aktualisiert.

Lärmkarten sind getrennt nach Lärmarten (Straßenverkehr, Schienenverkehr, Luftverkehr, Industrie) und jeweils gewichtet über den ganzen Tag (0 – 24 Uhr) oder über die Nacht (22 – 6 Uhr) darzustellen. In diesen Lärmkarten zur Umgebungslärmrichtlinie wird nicht die Gesamtbelastung durch alle einwirkenden Quellenarten dargestellt, sondern einzelne Geräuschquellen müssen separat behandelt werden, da die einzelnen Lärmarten bei objektiv gleichem Schallpegel subjektiv unterschiedlich von den Menschen wahrgenommen werden.

Die Lärmkarten sind unterteilt in einen Textteil, einen Tabellenteil und einen Kartenteil. Der Textteil enthält eine Beschreibung der Untersuchungsmethoden, der Tabellenteil enthält eine Reihe von statistischen Angaben.
Im Kartenteil wird die durchschnittliche Lärmbelastung über den Tag (0 Uhr - 24 Uhr) und die Belastung über die Nacht (22 - 6 Uhr) wiedergegeben. Die Lärmbelastung wird in farbigen Stufen dargestellt, wobei lila den höchsten Wert widerspiegelt.

Für die Erstellung der Lärmkarten werden keine Lärmmessungen durchgeführt. Es werden einheitliche Berechnungsverfahren für den Umgebungslärm an Straßen, an Schienenwegen, an Flugplätzen und bei Industrie und Gewerbe angewendet. Eine Vielzahl unterschiedlicher Datengrundlagen werden für die Berechnung der Lärmkarten verarbeitet. Weiteres zu den Berechnungsverfahren sowie die Lärmkarten für NRW finden Sie unter: www.umgebungslaerm.nrw.de

In diesem Umgebungslärmportal stellt das Land NRW neben den Lärmkarten die dazugehörigen Berichte sowie eine Auswahl verschiedener anderer Themen bereit.

Lärmvorsorge

Seit 1990 existiert die Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV), die auf eine Begrenzung des Lärms von Straßen und Schienenwegen abzielt. Die Verordnung wird nur angewendet beim Neubau oder der wesentlichen Änderung von Straßen und Schienenwegen. Sie gilt nicht für bestehende Straßen oder Eisenbahnlinien und hat somit einen Vorsorgecharakter.
Die nach der Verordnung einzuhaltenden Immissionsgrenzwerte sind je nach Gebietstyp unterschiedlich gestaffelt und nach Tages/Nachtzeit unterschieden. Diese Immissionsgrenzwerte werden auch als Auslöser für die Aufstellung von Lärmminderungsplänen im bestehenden Straßennetz verwendet.
Die Lärmvorsorge bezieht sich auf vorbeugende Maßnahmen zur Lärmminderung. Vorrang haben hier Schutzmaßnahmen am Verkehrsweg, zum Beipiel durch Lärmschutzwände und -wälle und/oder lärmmindernde Straßenoberflächen. Ist dies nicht möglich, so müssen geeignete Lärmschutzmaßnahmen (z.B. Lärmschutzfenster) an den betroffenen Gebäuden erfolgen. Die Lärmvorsorge schützt neben den Innenräumen eines Gebäudes auch Bereiche, die dem „Wohnen im Freien” dienen – sogenannte Außenwohnbereiche. Dies sind beispielsweise Balkone und Terrassen.

Lärmsanierung

Regelungen zur Lärmsanierung an bestehenden Straßen existieren für Straßen in der Baulast des Bundes. Herangezogen werden berechnete Beurteilungspegel. Die Sanierungswerte sind je nach Gebietstyp unterschiedlich gestaffelt und nach Tages-/Nachtzeit unterschieden. Die Lärmsanierung erfolgt nach Dringlichkeit im Rahmen der vorhandenen Haushaltsmittel. Die Dringlichkeit hängt von der Höhe der Lärmbelastung, der Anzahl der Betroffenen und der Art des Gebiets ab.
In der Zielsetzung und Durchführung der Lärmsanierung an Bundesfernstraßen ähnlich führt die Deutsche Bahn AG mittlerweile ein Lärmsanierungsprogramm des Bundes durch.

Ruhezonen

Flächen mit einer maximalen Lärmbelastung von 55 dB(A) gelten als ruhig. Flächen mit einem Lärmpegel unter 50 dB(A) sind erholsam. Steigt der Lärmpegel über 55 dB(A) an, so werden nicht nur Erholung und Entspannung, sondern auch Gespräche gestört.

Schallimmissionspläne

Schallimmissionspläne sind in der Regel flächendeckende Lärmkartierungen, die Belastungen durch wesentliche Lärmquellen im Stadtgebiet darstellen. Sie liefern damit eine Bestandsaufnahme der städtischen Lärmbelastungssituation. Im Schallimmissionsplan werden die Lärmbelastungen durch einwirkende verschiedenartige Geräuschquellen als Beurteilungspegel farbig dargestellt. Hierbei werden die Schallimmissionspläne getrennt nach Geräuscharten sowie jeweils getrennt für den Tag und die Nacht erstellt.

Umgebungslärm

Er belastet die Bevölkerung seit Jahren unvermindert stark und nimmt in Teilen bereits Gesundheit gefährdende Ausmaße an. Hauptursache ist der Verkehr. Aufgrund hoher Zuwächse im Verkehrsaufkommen und begrenzter Finanzmittel für eine wirksame Lärmbekämpfung sind Fortschritte beim Lärmschutz schwer zu erzielen. Diese Entwicklung ist in ganz Deutschland und in allen europäischen Mitgliedstaaten zu beobachten.

Die Umgebungslärmrichtlinie umfasst vor allem Straßen-, Eisenbahn- und Flugverkehr. Nicht zum Umgebungslärm zählen der sogenannte „Nachbarschaftslärm“ (verursacht z.B. private Feste, Musik und Gesang), der Lärm am Arbeitsplatz und in Verkehrsmitteln, von Sportanlagen sowie der Lärm auf Militärgeländen.

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Ansprechpartner der Stadt Bad Salzuflen

Fragen?

Ihr Ansprechpartner :

Herr Jan Philipp Feldmeier

Stadt Bad Salzuflen | Stadtplanung und Umwelt
Verwaltungsgebäude Ecke Hoffmannstraße | 1. OG | Raum 1.7
Rudolph-Brandes-Allee 14
32105 Bad Salzuflen

Tel.: [05222] 952-391
Fax: [05222] 952-88391
j.feldmeier@bad-salzuflen.de

Fragen?

Ihre Ansprechpartnerin :

Frau Petra Hofste

Stadt Bad Salzuflen | Stadtplanung und Umwelt
Verwaltungsgebäude Ecke Hoffmannstraße | 1. OG | Raum 1.10
Rudolph-Brandes-Allee 14
32105 Bad Salzuflen

Tel.: [05222] 952-318
Fax: [05222] 952-88318
p.hofste@bad-salzuflen.de

Fragen?

Ihr Ansprechpartner :

Herr Peter Drees

Fachdienst Tiefbau
Rathaus | 4. OG | Raum 4.18
Rudolph-Brandes-Allee 19
32105 Bad Salzuflen

Tel.: [05222] 952-265
Fax: [05222] 952-265
p.drees@bad-salzuflen.de

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Links und Adressen


Umgebungslärmportal des MULNV

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW (MULNV)
Schwannstraße 3
40476 Düsseldorf

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV)
Leibnizstr. 10
45659 Recklinghausen

Landesbetrieb Straßenbau NRW
Autobahnniederlassung Hamm
Otto-Krafft-Platz 8
59065 Hamm

Landesbetrieb Strassenbau NRW
Niederlassung Bielefeld
Stapenhorststraße 119
33615 Bielefeld

Eisenbahn-Bundesamt
Vorgebirgsstraße 49
53119 Bonn

Umweltbundesamt
Wörlitzer Platz 1
06844 Dessau-Roßlau

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