Image 100 Jahre Stadtrechte Schötmar, © Jan Voth

100 Jah­re Stadt­rech­te Schöt­mar

Vom Kirchdorf zur Industriestadt

Im Jahr 1921 wurden Schötmar die Stadtrechte verliehen. Auch wenn im Zuge der kommunalen Neuordnung die Städte Bad Salzuflen und Schötmar sowie die anliegenden Gemeinden zur Großgemeinde Stadt Bad Salzuflen zusammengeschlossen wurden und damit auch Schötmar eingemeindet wurde, hatte die Verleihung der Stadtrechte vor 100 Jahren für die Entwicklung des zweiten Ortskerns Bad Salzuflens eine außerordentlich prägende Wirkung. Attribute wie Zusammenhalt und Eigenständigkeit bestimmen heute genauso wie vor 100 Jahren das Selbstverständnis Schötmars.

Durch die Verleihung der Stadtrechte am 1. April 1921 wurde das Kirchdorf Schötmar zwischen Bega und Werre zur Industriestadt. Zum Festakt der Stadtwerdung luden seinerzeit Magistrat und Stadtverordnetenversammlung die gesamte Bürgerschaft des Ortes in die Säle des Odeon in der Schülerstraße ein. Dieses besondere Datum lockte auch Pressevertreter an, die berichteten, dass „aus Anlass der Stadtwerdung Schötmars ein Prunkwagen der Schötmarschen Straßenbahn, der eigens für diesen Zweck angefertigt ist, zwischen Salzuflen und Schötmar verkehren wird.“ Und weiter: „Der betreffende Straßenbahnwagen, ein Prunkwagen im wahrsten Sinne des Wortes, soll, wie uns versichert wird, ganz großartig geschmückt und mit vier feurigen Rappen bespannt sein. Auf dem Verdeck des Wagens nimmt unter einem Baldachin eine Musikkapelle Platz, darüber ragt das Schötmaraner Stadtwappen.“  

Ein großer Festakt mit solchen Lustbarkeiten kann in diesem Frühjahr zur Feier des 100-jährigen Jubiläums pandemiebedingt leider nicht stattfinden. Aber dennoch werden Aktionen und Veranstaltungen von den Vereinen und Akteuren vorbereitet. Der Heimat- und Verschönerungsverein, der Bürgerverein Schötmar, der Verein SCHÖTMAR – Zukunft gestalten, die Stadt Bad Salzuflen und weitere Akteure bereiten vielfältige Aktionen vor, von denen auch schon zum Start ins Jubiläumsjahr einige sichtbar sind.

Los geht es Ende März, wenn Bürgermeister Dirk Tolkemitt und Dr. Stefan Wiesekopsieker als bleibendes Zeichen für das Jubiläum einen Baum im Schlosspark pflanzen. Eine amerikanische Roteiche mit dem klangvollen wissenschaftlichen Namen Quercus rubra ersetzt die altehrwürdige Roteiche, die vor Jahren leider aufgrund von Schädigungen gefällt werden musste. Roteichen können 200 Jahre oder noch älter werden, sind klimaresistent und sorgen im Herbst mit einer intensiven, rötlichen Blattfärbung für „Indian Summer-Feeling.

Die Fragen: Wie sah es früher in Schötmar aus? Was hat sich verändert, was ist geblieben? beantwortet die Rollup-Ausstellung „Schötmaraner Blickwinkel – Gestern und Heute“. Die gezeigten Bilder überbrücken dabei eine Zeitspanne von 100 Jahren. Historische Aufnahmen und aktuelle Fotos  aus dem gleichen Blickwinkel ermöglichen interessante Vergleiche. Die Fotoausstellung ist mit kurzen Texten versehen und wird ab dem 1. April im Schaufenster des Ladenlokals in der Schloßstraße 4 neben dem Volksbankgebäude präsentiert.

Mit historischen Bildern befasst sich eine weitere Ausstellung. Auf Leinwand gedruckte Vergrößerungen von historischen Bildern einzelner Geschäftshäuser in der Begastraße werden in den jeweiligen, dort heute ansässigen Ladenlokalen in die Schaufensterauslagen dekoriert und ausgestellt. Der Verein SCHÖTMAR - Zukunft gestalten hat diese tolle Bilderschau organisiert und wird die Bilderleinwände abhängig von den Ladenöffnungen ab Mitte April ausstellen.

Das vom Bürgerverein Schötmar organisierte Schlossparkfest am 3. und 4. Juli steht in diesem Jahr auch unter dem Motto „100 Jahre Stadtrechte Schötmar“. Zum musikalischen Highlight „Jazz im Park“ am Samstagabend gesellt sich am Sonntag die Festveranstaltung zum Jubiläum mit Festvortrag und musikalischen Darbietungen. Ab August starten dann Vortragsveranstaltungen und Ortsrundgänge, die sich mit dem Weg zur Stadtwerdung, Vereinen, Persönlichkeiten und dem Industriestandort Schötmar beschäftigen. Dr. Stefan Wiesekopsieker und Franz Meyer beleuchten im Jubiläumsjahr die spannende Historie Schötmars. Einen Blick in die Geschichte soll auch eine neue Tafel am Glockenturm des alten Rathauses, der heute in der Heldmannstraße steht, werfen und Bilder und Texte zur Geschichte des Schötmaraner Rathauses präsentieren.

Das Kiliansfest wird vom 17. bis 19. September um einige Programmpunkte reicher. In Zusammenarbeit mit den Briefmarkenfreunden Bad Salzuflen wird die Deutsche Post in Schötmar ein Sonderpostamtes eröffnen und einen Sonderstempel herausgeben. Aktuelle Planungen zum Kirchplatz und den Fortgang des Masterplans werden ebenso präsentiert wie eine Oldtimerbus-Tour zur Schuhfabrik Süllwald nach Wülfer.

Kontakt

Kontaktbild Oliver Siekmann, © Sarah Strothbäumer
Staatsbad Salzuflen GmbH
Stadtmarketing
Parkstraße 20
32105 Bad Salzuflen
Herr Oliver Siekmann
1. OG Kurgastzentrum, Raum 29


aufgrund der Corona-Pandemie ist der Einlass in die städtischen Dienststellen derzeit ausschließlich in zwingend notwendigen, unaufschiebbaren Angelegenheiten nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Für den Zutritt zu den Dienststellen der Stadt Bad Salzuflen wird die Vorlage einer tagesaktuellen Bescheinigung über einen negativen Corona-Test dringend empfohlen.

Diese zusätzliche Maßnahme ergänzt die weiterhin gültigen Regeln zur Einhaltung von Abstand, Hygiene und die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske.

Sie erreichen uns telefonisch oder per Mail:
Telefonzentrale 05222 952-0
Bürgertelefon Corona 05222 952-999
Sozialverwaltung 05222 952-488
stadt@bad-salzuflen.de

Termine für die Bürgerberatung können Sie online unter www.bad-salzuflen.de/termin sowie Sie telefonisch unter 05222 952-444 oder per Mail an buergerberatung@bad-salzuflen.de vereinbaren.

Ihre Stadt Bad Salzuflen