Der Mönch mit der Klat­sche

32105 Bad Salzuflen
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Londoner Nebel mit Schuss
Ein Desaster bahnt sich an: Das Theater ist voll, aber das gesamte Ensemble steckt samt Bühnenbild im Stau auf der Autobahn fest. Die 856. Vorstellung des Gruselschockers „Der Mönch mit der Klatsche“ droht zu platzen und die dringend nötigte Abendeinnahme auszufallen. Nur Regieassistentin Karin Tor und Requisiteur Klaus Konski sind im eigenen Auto vorausgefahren und pünktlich vor Ort. Was tun? Nicht ganz freiwillig wagen sie das Äußerste: Sie haben die Vorstellung ja viele Hundertmal gesehen, kennen jeden Satz und jede Geste. Warum also nicht selbst in die Rollen schlüpfen? Ausgestattet mit ein paar Kostümen und spärlichen Requisiten tasten sie sich an die Figuren heran. Im Nu haben sie sich freigespielt und los geht es. In wilder Improvisation springen sie von Rolle zu Rolle und zaubern eine überdreht irrwitzige und rasant komische Krimishow auf die Bühne, die immer haarscharf am Scheitern entlangschrammt.
Trotz der waghalsigen Wendungen schaffen die beiden das Unmögliche und lassen – sehr zum Vergnügen eingefleischter Edgar-Wallace-Fans – die unvergessenen Gestalten der berühmt-berüchtigten Schwarz-Weiß-Klassiker einen nach dem andern wiederauferstehen, sei es der wahnsinnige Mörder, der skurrile Butler, eine Jungfer in Nöten und der liebenswerte, etwas schusselige Scotland Yard Ermittler.
Ein wunderbarer Thriller-Spaß mit Nostalgieeffekt und eine rasante Parabel auf die unmöglichen Aufgaben, die das Leben selbst uns manchmal stellt, mit zwei begeisternden Darstellern, die um ihr Überleben spielen.
Edgar Wallace, Bonvivant und Workaholic
Als 1967 „Der Mönch mit der Peitsche“ in den bundesdeutschen Kinos anlief, weilte Edgar Wallace (1875–1932) bereits seit fünfunddreißig Jahren nicht mehr unter den Lebenden. Der unersättliche Genussmensch Wallace rauchte 80 Zigaretten pro Tag und trank dazu vierzig Tassen gesüßten Tee, was selbst eine robuste Natur auf Dauer nicht verkraftet hätte. Er starb 1932 in den USA an den Folgen einer Lungenentzündung, als er gerade an einem neuen Projekt arbeitete, das Kinogeschichte machen sollte: King Kong. Immerhin schaffte er es noch, das Gerüst der Geschichte und den Namen des Riesenaffen zu prägen. Zuvor hatte der passionierte Journalist, Glücksspieler, Besitzer eines Pferderennstalls und Autonarr bereits über 150 Romane, Erzählungen und Drehbücher verfasst sowie bei der Verfilmung seines eigenen Buchs „The Squeaker“ („Der Zinker“) 1930 Regie geführt.

 

Ter­mi­ne für die­se Ver­an­stal­tung

  • Freitag, 04.11.202219:30 - 21:30 Uhr

Hier findet die Veranstaltung statt

Konzerthalle Bad Salzuflen
im Kurpark
32105 Bad Salzuflen

Wis­sens­wer­tes

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